Vom 22. – 24.08.2025 fand zum zwölften Mal das Jugendcamp „Jugend in die Bütt“ statt – und obwohl vieles vertraut wirkte, war doch spürbar, dass sich etwas verändert hat.

Über viele Jahre wurde das Camp von Karl-Heinz Ernst („Charly“) geprägt, der mit seiner Erfahrung und seinem Gespür die Nachwuchsarbeit im Bereich Büttenrede entscheidend mitgestaltet hat. Nach einem Jahrelft übergab er nun die Verantwortung in jüngere Hände. Mit Spannung wurde daher erwartet, wie sich die neue Generation schlagen würde – sowohl im Landesjugendvorstand als auch der neue Dozent und die Organisation vor Ort.

Ein Auftakt mit Überraschungen

Schon der Freitag brachte eine kleine Neuerung: Anstelle einer festen Zimmeraufteilung konnten die Teilnehmenden selbst entscheiden, mit wem sie zusammenwohnen wollten. Das sorgte bei Kindern und Jugendlichen für Begeisterung – und bei den Betreuern für die Gelegenheit, sich flexibel und kreativ einzubringen.

Dozent Matthias Krumbein, in der Bütt vielen als „Hartwien Koffergriff“ bekannt, setzte ebenfalls neue Akzente. Er stieg nicht wie gewohnt sofort in die Kunst der Büttenrede ein, sondern begann mit spielerischen Gemeinschaftsübungen. So entstanden schnell eine lockere Atmosphäre und ein starkes Teamgefühl, das das gesamte Wochenende tragen sollte.

Büttenrede trifft Märchen

Am Samstag stand das Handwerk der Büttenrede im Mittelpunkt: Wie bringt man selbst flache Witze mit Mimik, Gestik und Sprachwitz zum Funkeln? Wie entsteht eine Bühnenfigur, die eine Geschichte trägt? Nachdem Themen gesammelt und Figuren entwickelt waren, entstanden die ersten Reden, die am Abend uraufgeführt wurden – fast alle so weit gereift, dass sie direkt in die kommende Kampagne übernommen werden können.

Tradition hat auch der „Programmauftrag“ der Kinder und Jugendlichen an ihre Betreuer. In diesem Jahr entstand eine moderne Neuinterpretation von „Rumpelstilzchen“, in der niemand Geringeres als der neue Landesjugendleiter Alexander Ebert die Titelrolle passend übernahm und die Narrenkappe stahl – die in Eisenberg glücklicherweise wieder auftauchte, sodass die Saison am 11.11. starten kann.

Gemeinschaft, Feuer und Zukunftspläne

Nach dem Bühnenprogramm klang der Samstagabend am Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows aus. Am Sonntag gab es nach dem Frühstück eine Feedbackrunde und ein gemeinsames Abschlussspiel, das die besondere Gemeinschaft noch einmal unterstrich.

Eine wertvolle Bereicherung war in diesem Jahr Tobias Schmidt als Co-Dozent. Er war viele Jahre selbst Teilnehmer des Jugendcamps und ist seit Jahresbeginn Mitglied im Landesjugendvorstand. Sein Mitwirken zeigt beispielhaft, wie aus Teilnehmenden Verantwortliche werden und wie sich das Camp weiterentwickelt.

Mit Unterstützung des Landesjugendförderplans erhielten alle Teilnehmenden ihren Teilnehmerbeitrag voll zurück und Betreuer mit einer gültigen JuLeiCar bekamen 75 € für dieses Wochenende zurückerstattet. Außerdem sorgt diese Landesfinanzierung dafür, dass das Jugendcamp ab 2026 auch jungen Erwachsenen bis 27 Jahre offenstehen. Dadurch wird das Camp, das vor vielen Jahren von Kleinfarner nach Eisenberg in die Froschmühle wechselte, in eine neue Phase geführt: ein Ort, an dem Kinder, Jugendliche und nun auch junge Erwachsene gemeinsam voneinander lernen und profitieren können. Mit dem geplanten Jugendleiterseminar wird zudem ein Baustein zurückkehren, der durch die Corona-Jahre zwischenzeitlich verloren ging.

Vormerken: Jugendcamp 2026

Das nächste Jugendcamp findet vom 26. bis 28. Juni 2026 statt. Parallel wird am Samstag ein ganztägiges Drogenpräventionsseminar für die Jugendarbeit angeboten – offen nicht nur für Betreuerinnen und Betreuer, sondern auch für interessierte Vereinsjugendleiter.

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