Am 2. Februar 2026 machte sich eine Delegation des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine (LTK) auf den Weg in die Hauptstadt. Ziel war Berlin – und ein Termin, der für das Landesprinzenpaar zu den Höhepunkten der gesamten Session zählen sollte.
Mit dem Zug reisten LTK-Präsident Christoph Matthes, Beisitzer im Präsidium Ronny Täubner, das Landesprinzenführer-Ehepaar Inken und Pepe Naumann, das Landesprinzenpaar Manuela II. und Steven I., der Präsident des Carneval Club Vacha Christian Seibt sowie Sandra, die Mutter des Landesprinzen, gemeinsam an. Schon die Anreise war geprägt von intensiven Gesprächen, viel Lachen und echter Geselligkeit – ganz im Sinne der närrischen Gemeinschaft.
Für eine besondere Überraschung sorgten zwei Freunde des Landesprinzenpaares, die sich spontan der Delegation anschlossen. Gemeinsam ließ man den Abend bei einem herzlichen Beisammensein im traditionsreichen Nante-Eck ausklingen – ein Moment, der zeigte, wie verbindend Karneval über alle offiziellen Rollen hinaus wirkt.
Der frühe Morgen des 3. Februar stand ganz im Zeichen der Pünktlichkeit: Schließlich wartete ein besonderer Termin im Bundeskanzleramt. Beim Empfang von Karnevalsdelegationen aus allen 16 Bundesländern würdigte Friedrich Merz die Bedeutung des karnevalistischen Brauchtums für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In seiner Ansprache dankte er den Närrinnen und Narren für ihr ehrenamtliches Engagement, mit dem sie lebendige Traditionen pflegen und Freude in die Gesellschaft tragen.



Der Kanzler betonte, dass gerade in herausfordernden Zeiten Fröhlichkeit, Humor und Ausgelassenheit wichtig seien – Eigenschaften, für die der Karneval wie kaum eine andere Bewegung stehe. Ein Stück dieser positiven Energie wolle er, so seine Worte, sogar mit in die anschließende Kabinettssitzung nehmen. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er zudem an seinen eigenen Bezug zur närrischen Zeit und bedauerte, dass ihn an Weiberfastnacht dienstliche Verpflichtungen auf europäischer Ebene vom Feiern abhalten würden – immerhin bleibe so wenigstens die Krawatte verschont.
Für das Thüringer Landesprinzenpaar war dieser Empfang ein ganz besonderer Moment: die Einladung ins Kanzleramt, die Wertschätzung auf höchster politischer Ebene und das gemeinsame Auftreten mit Delegationen aus ganz Deutschland machten die Berlin-Fahrt zu einem emotionalen Höhepunkt der Saison.
Mit vielen Eindrücken, neuen Gesprächen und dem guten Gefühl, Teil einer starken, verbindenden Kultur zu sein, trat die Delegation anschließend die Heimreise an – bereichert um Erinnerungen, die weit über diese Session hinaus tragen werden.