Ein Tag, der Maßstäbe gesetzt hat.
Was in Apolda passiert ist, war mehr als ein Präsidententreffen.
Es war ein Zukunftstag für den Thüringer Karneval.
Wir haben entschieden.
Wir haben strukturiert.
Wir haben professionalisiert.
Wir haben Verantwortung geklärt.
Und wir haben gezeigt, dass dieser Verband nicht verwaltet – sondern gestaltet.
Der GEMA-WR-VR-K-Vertrag wurde in den Mitgliedsbeitrag integriert – ein organisatorischer Meilenstein mit spürbarer Entlastung für die Vereine.
Der „Brauchtumsausschuss“ heißt künftig „Kultur- und Traditionsausschuss“ – ein klares Signal für ein lebendiges, entwicklungsfähiges Kulturverständnis.
Und es wurde ausgesprochen, was Weitblick beweist: Der amtierende Präsident wird 2027 letztmalig kandidieren – mit dem erklärten Ziel, einen geordneten Übergang vorzubereiten.
Dazu kamen praxisnahe Seminare, ein Fördermitteldialog mit dem Ehrenamtsbeauftragten des Freistaats Thüringen, ein ganztägiger Workshop zum gesprochenen Wort mit Jens „Dä Schofför“ aus Köln – und ein „Knaller“-Workshop, der so überzeugte, dass nun ein Rahmenvertrag für alle LTK-Vereine erarbeitet wird.
Das war kein Sitzungsprogramm.
Das war ein Arbeitstag mit Strahlkraft.
Und am Abend?
Tanz. Musik. Gesprochenes Wort.
Drei Sparten. Ein Verband. Eine Bühne.
Wenn ein Verband zusammensteht
Dass dieses Präsidententreffen überhaupt in dieser Qualität stattfinden konnte, ist dem Faschings-Regionalverein Apolda zu verdanken. Ursprünglich war Sondershausen als Austragungsort vorgesehen. Apolda sprang kurzfristig ein – und setzte ein starkes Zeichen für Zusammenhalt im Thüringer Karneval.
Von der Organisation über das Rahmenprogramm bis hin zum Nachhaltigkeitsprojekt „Narrengarten“ zeigte sich: Hier wurde nicht improvisiert. Hier wurde geliefert.
Ein Tag in drei Ebenen
Das 18. Präsidententreffen war bewusst mehrdimensional angelegt:
Mitgliederversammlung mit richtungsweisenden Beschlüssen.
Seminare & Workshops mit echtem Mehrwert für die Vereinsarbeit.
Rahmen- und Abendprogramm, das Kultur sichtbar machte.
Was genau beschlossen wurde, welche Themen diskutiert wurden, welche Seminare stattfanden und wie der Abend im Dreiklang aus Tanz, Musik und Wort gestaltet wurde – das findet sich in den folgenden Abschnitten.
Mitgliederversammlung 2026
Transparenz gehört zur Stärke eines Verbandes.
Die ordentliche Mitgliederversammlung bildet das Herzstück des Präsidententreffens.
Hier werden Berichte abgelegt, Beschlüsse gefasst und strategische Entscheidungen getroffen.
Die einzelnen Tagesordnungspunkte können im Folgenden aufgeklappt werden.
Auftakt
Rechenschaftsbericht des geschäftsführenden Präsidiums (Christoph Matthes)
Liebe Karnevalistinnen und Karnevalisten, liebe Weggefährten,
das Geschäftsjahr 2025 begann nach dem erreichten Meilenstein, Mitglied im Landesjugendring zu sein. Im Januar begannen wir mit den Vorstellungsgesprächen für die neue hauptamtliche Stelle der Landesjugendkoordination. Aus vier Bewerberinnen und Bewerbern entschieden wir uns für Carolin Brand, die seit dem 1. April für uns tätig ist. Ihre hauptamtliche Unterstützung bringt Struktur, Verlässlichkeit und neue Qualität in unsere Jugend- und Verbandsarbeit.
Dass zu Jahresbeginn 2026 der gesamte Landesjugendvorstand zurücktrat, bedauere ich sehr. Aber es ist wichtig, fair zu bleiben: Die damaligen Vorstandsmitglieder sind unter anderen Voraussetzungen gestartet. Aus einer ehrenamtlich überschaubaren Struktur wurde innerhalb kurzer Zeit eine geförderte Organisation mit Budgetverantwortung. Das ist ein erheblicher Wandel.
Aktuell bereiten Carolin und Lisa die Neubesetzung vor. Erste Bewerbungen liegen vor. Ich bitte unsere Mitgliedsvereine ausdrücklich, junge engagierte Menschen zu motivieren, sich einzubringen. Jugendarbeit lebt nicht von Fördermitteln allein – sie lebt von Gestaltungswillen.
Neben der internen Entwicklung war 2025 auch geprägt von politischer Präsenz. Der Empfang in der Thüringer Landesvertretung in Berlin, die Rosenmontagstour mit dem Ministerpräsidenten, der Empfang der Prinzenpaare im Landtag – all das zeigt: Der Thüringer Karneval ist sichtbarer Teil des öffentlichen Lebens.
Ein besonderer Dank gilt Axel Schäffner, der nach zehn Jahren seine Aufgabe als Landesprinzenführer übergeben hat – gemeinsam mit Moni im Hintergrund. Dieses Engagement und auch die jährliche finanzielle Unterstützung verdienen Anerkennung.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung. Durch „100xDigital“ konnten wir JeckDesk entscheidend weiterentwickeln. Zum Jahreswechsel wurden alle Mitgliedsvereine in das System überführt. Ziel ist es, spätestens im Laufe dieses Jahres die Kommunikation vollständig zentral darüber laufen zu lassen. Das ist keine Spielerei, sondern Grundlage für Effizienz und Zukunftsfähigkeit.
Verbandsleben bedeutet aber vor allem Begegnung. Die zahlreichen Vereinsbesuche zeigen, mit welchem Herzblut vor Ort gearbeitet wird. Dafür danke ich Euch ausdrücklich. Und ich bitte zugleich um frühzeitige Einladungen – wir können nicht überall gleichzeitig sein.
Der Narrenkongress in Ilmenau war aus meiner Sicht gelungen. Die Beteiligung steigt. Das ist ein gutes Zeichen.
Und dann war da die Wahl.
Ich weiß: Nicht jede Entscheidung war perfekt. Nicht jeder Weg war für alle nachvollziehbar. Und nicht alle waren mit allem einverstanden. Das gehört dazu.
Wer Verantwortung übernimmt, wird es nie allen recht machen können.
Und ich sage offen: Ich will es nicht allen recht machen. Ich will es richtig machen – für den Verband, für unsere Vereine, für die Zukunft des Thüringer Karnevals.
Als das Wahlergebnis feststand, war es kein Triumphmoment. Es war ein ehrlicher Moment. Und ich habe tatsächlich überlegt, ob ich die Wahl annehme. Aber ich wusste auch: Ein überstürzter Rückzug hätte eine Lücke gerissen, für die niemand vorbereitet gewesen wäre.
Deshalb habe ich mich entschieden, weiter Verantwortung zu tragen. Nicht aus Eitelkeit, sondern aus Pflichtgefühl.
Ämter sind keine Besitzstände. 2028 wird neu gewählt. Und ein geordneter Übergang beginnt nicht am Wahltag, sondern vorher. Daher habe ich mich entschieden auf dem Narrenkongress 2027 letztmalig zu kandidieren und, wenn ich noch einmal gewählt werden sollte, 2031 mein Amt als Landespräsident, zusammen mit der Schatzmeisterin Angela Clement, abgeben werde. Wer Ideen, Mut und Gestaltungswillen hat, ist eingeladen, diesen Weg mitzugehen.
Und damit komme ich zur Mitgliederbefragung, die wir auf Wunsch der Mitgliederversammlung bis in den Sommer verlängert haben.
Von 329 Mitgliedsvereinen haben sich 49 beteiligt. Das ist keine überwältigende Zahl – aber es sind 49 Vereine, die sich bewusst Zeit genommen haben, differenziert Rückmeldung zu geben.
In der Gesamteinschätzung wird die Arbeit des LTK mehrheitlich positiv beziehungsweise zufriedenstellend bewertet. Gleichzeitig gibt es klare Hinweise, wo Verbesserungsbedarf gesehen wird. Genau das war Ziel dieser Befragung: nicht Selbstbestätigung, sondern Standortbestimmung.
Ein zentrales Thema war die Kommunikation. Gewünscht werden klarere, kompaktere Informationen, schnellere Rückmeldungen und eine verlässliche digitale Struktur. Die Weiterentwicklung von JeckDesk und die geplante Zentralisierung unserer Kommunikation greifen diese Rückmeldungen unmittelbar auf.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung der Vereine. Viele wünschen sich eine stärkere Beratung bei Fördermöglichkeiten und praxisnahe Seminare. Auch hier bestätigt die Befragung den eingeschlagenen Weg.
Sehr deutlich wurde zudem: Die größte Herausforderung vieler Vereine ist nicht die Organisation von Veranstaltungen, sondern die Bindung von Nachwuchs. Gesellschaftliche Veränderungen, veränderte Freizeitgewohnheiten und ein spürbarer Wertewandel wirken sich auf das Ehrenamt aus. Hier wird der LTK zunehmend als moderierende, unterstützende und vernetzende Instanz gesehen.
Auch kritische Rückmeldungen gab es – zu Transparenz, Einbindung und Identifikation mit dem Verband. Diese Hinweise nehmen wir ernst. Ein Verband lebt nicht allein von Strukturen, sondern vom Vertrauen seiner Mitglieder.
Ein weiterer wichtiger Punkt aus der Mitgliederbefragung betrifft die inhaltliche Konkretisierung der Wünsche.
Viele Rückmeldungen waren wertvoll – aber teilweise sehr allgemein formuliert. „Mehr Schulungen“, „mehr Unterstützung“, „mehr Austausch“ – das sind berechtigte Anliegen. Aber sie helfen uns nur begrenzt weiter, wenn nicht klar wird, was konkret benötigt wird.
Welche Schulung genau? Zu welchem Thema?
Für welche Zielgruppe? Mit welchem Praxisbezug?
Wenn wir als Verband passgenau arbeiten wollen, brauchen wir nicht nur mehr Rückmeldungen, sondern fundierte Rückmeldungen. Dazu haben wir unser Projekttool unter karnevalthueringen.canny.io ausgebaut, damit wir gemeinsam noch konkreter werden. Kritik und Wünsche sind wichtig – aber sie entfalten erst dann Wirkung, wenn sie greifbar formuliert sind.
Und genau aus diesem Gedanken heraus ist das neue Format des Narren-Forums entstanden.
Das Narren-Forum am 30. Mai in Wechmar bündelt erstmals sämtliche Schulungen, Werkstätten und Themenbereiche an einem Ort und an einem Tag. Vereine können – ähnlich wie heute beim Präsidententreffen – mit mehreren Vertretern anreisen und parallel unterschiedliche Workshops besuchen.
Statt einzelner Seminare über das Jahr verteilt entsteht ein gemeinsamer Lern- und Austauschtag.
Neben den strukturierten Workshops wird es offene Thementische mit unseren Ausschüssen geben. Dort geht es nicht um Frontalbeschallung, sondern um Austausch, um konkrete Fragestellungen und echte Bedarfe. Dort kann aus „mehr Schulungen“ ein präziser Themenwunsch werden. Dort kann aus allgemeiner Kritik ein konstruktiver Arbeitsauftrag entstehen.
Am Abend verbinden wir Weiterbildung mit Kultur: Ein Bütten- und Gesangswettbewerb schafft Raum für Kreativität und Gemeinschaft.
Das Narren-Forum ist damit nicht nur ein neues Veranstaltungsformat. Es ist ein Angebot zur Mitgestaltung.
Ein weiterer Punkt aus der Mitgliederbefragung war der Wunsch nach stärkeren regionalen Vernetzungsformaten – nach Stammtischen, regionalen Treffen, kürzeren Wegen und direkterem Austausch unter benachbarten Vereinen.
Dabei wissen wir: Solche Formate gibt es zum Teil bereits. In einigen Regionen haben sich Stammtische oder lose Netzwerke etabliert, die gut funktionieren. Und genau das möchten wir ausdrücklich stärken – nicht ersetzen.
Unser Ziel ist es nicht, neue Parallelstrukturen aufzubauen. Vielmehr möchten wir uns mit bestehenden regionalen Initiativen verbinden, sie unterstützen und – wo gewünscht – mit inhaltlichen Impulsen bereichern.
Wenn es vor Ort regelmäßige Treffen gibt: Ladet uns ein. Lasst uns gemeinsam Themen setzen, Referenten einbinden, Austausch moderieren. Wir kommen gern dazu – nicht als Aufsicht, sondern als Partner.
Und dort, wo es solche Formate noch nicht gibt, aber Interesse besteht, unterstützen wir gern bei der Initiierung. Ob es einen Bedarf gibt, wo und in welcher Form – das können wir nicht zentral entscheiden. Das muss aus Euren Regionen kommen.
Deshalb meine klare Bitte: Meldet euch. Gebt uns Rückmeldung. Sagt uns, wo ihr Austausch wünscht, wo Bereitschaft da ist, wo wir unterstützen können.
Vernetzung entsteht nicht durch Beschlüsse, sondern durch Begegnung. Aber Begegnung braucht Initiative – von beiden Seiten.
Wir sind bereit, diesen Weg gemeinsam zu gehen.
Jetzt braucht es euch.
In einzelnen Rückmeldungen wurde zudem die Frage gestellt, wie nah der Verband an der Politik steht – und ob wir dabei manchmal weiter weg von den Vereinen erscheinen.
Es ist ein besonderer Moment, wenn sich Politik, Ehrenamt und Brauchtum begegnen. Nicht, weil wir Rollen tauschen, sondern weil wir zeigen, dass Demokratie mehr ist als Debatte. Sie ist Begegnung. Sie ist Kultur. Sie ist gemeinsames Lachen.
Karneval ist keine Flucht vor der Realität – er ist ihr Seismograph.
Wir – und vor allem Ihr in den Vereinen – nehmen wahr, was Menschen bewegt. Wir hören, wo es knirscht. Wir spüren, wo Unsicherheit wächst – steigende Kosten, zunehmende Bürokratie, Nachwuchssorgen, ein rauer werdender Ton im öffentlichen Diskurs.
Und genau dort stellt sich der Karneval hinein – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer Narrenkappe. Der Narr darf zuspitzen, ohne zu verletzen. Er darf kritisieren, ohne zu spalten. Zumindest ist das unser Anspruch.
Politische Präsenz bedeutet für uns keine parteipolitische Positionierung. Sie bedeutet Interessenvertretung für unsere 331 Vereine und über 30.000 Aktiven – davon mehr als 13.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Und sie zeigt Wirkung.
Durch unsere intensive Einbringung in das Thüringer Ehrenamtsgesetz haben wir nicht nur Türen, sondern Tore geöffnet. Ein konkretes Ergebnis ist die Teil-Übernahme der GEMA-Jahresgebühren für das Training in Höhe von rund 280 Euro pro Verein und Jahr. Das ist eine spürbare Entlastung – entstanden nicht trotz, sondern durch den konstruktiven Austausch mit der Politik.
Gleiches gilt für die in Planung befindliche Thüringer NarrenGala am 11.11.26, die ohne diese Netzwerke kaum realisierbar wäre.
Zu diesen Entwicklungen haben unter anderem die Rosenmontagstour, die 11.11.-Tour sowie das Sommerfest des Freistaats in der Thüringer Landesvertretung am 24.06. des letzten Jahres beigetragen. Mein besonderer Dank gilt hier dem Ehrenamtsbeauftragten Guntram Wothly, der unsere Anliegen mit großer Verlässlichkeit unterstützt.
Aber bei aller politischen Vernetzung bleibt klar:
Unser Kern ist der Verein vor Ort.
Politik und Karneval begegnen sich nicht als Gegensätze, sondern als Partner – beide leben von Vertrauen, Beteiligung und Verantwortung.
Und genau diese Balance werden wir auch künftig halten:
nah an der Politik, wenn es um Rahmenbedingungen geht –
nah an den Vereinen, wenn es um unsere Aufgabe geht.
Ein weiterer wichtiger Termin im Geschäftsjahr 2025 war die 46. Präsidialtagung des Bund Deutscher Karneval (BDK) in Mannheim und Heidelberg. Der LTK war durch mich sowie unseren damaligen Landesjugendleiter Alexander Ebert vertreten.
Die Tagung machte deutlich: Auch auf Bundesebene stehen wir vor strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen. Themen wie Künstlersozialkasse, Versicherungsfragen, Sicherheit bei Veranstaltungen, GEMA, Jugendstruktur und Nachwuchsarbeit prägen die Arbeit des BDK zunehmend.
Besonders kontrovers wurde die neue Brauchtumsregelung diskutiert. Künftig dürfen bei Freundschafts- und Spaßturnieren bis zum Wochenende der Deutschen Meisterschaft komplette Uniformen getragen werden. Die thüringische Delegation hat dieser Änderung nicht zugestimmt.
Wir sehen hierin einen Einschnitt in die bisherige Klarheit des Brauchtums. Werden Grenzen einmal verschoben, droht langfristig ihre Auflösung. Deshalb erarbeitet unser Brauchtumsausschuss derzeit eine eigene Richtlinie „Sommerkarneval & Aktivitäten außerhalb der Brauchzeit“. Ziel ist eine diplomatische, aber klare Linie: die Freiheit des Sports respektieren – das Brauchtum aber nicht schrittweise verwässern.
Auch im Bereich Sicherheit wurden wichtige Hinweise gegeben. Aktuell werden vermehrt Bußgelder verhängt, wenn Vereine ihrer Prüfpflicht elektrischer Anlagen und Geräte nicht nachkommen. Hier besteht konkreter Handlungsbedarf in den Vereinen – nicht nur aus haftungsrechtlicher, sondern aus sicherheitsrelevanter Verantwortung.
Die Präsidialtagung hat zudem gezeigt, dass bundesweit ein stärkerer Erfahrungsaustausch gewünscht wird. Thüringen hat hierzu die Initiative für regelmäßige Austauschformate eingebracht. Wir wollen nicht nur reagieren, sondern mitgestalten.
Unser Anspruch bleibt klar: Thüringen bringt sich aktiv ein – mit eigener Haltung, mit klaren Regeln im Brauchtum und mit dem Ziel, unsere Identität als Landesverband zu bewahren.
Auch medial war der LTK im Geschäftsjahr 2025 präsent.
In der Woche vom 10. bis 14. November nahm der Landesverband am MDR-Frühschicht-Spiel „1.000 vor 9“ teil. In fünf aufeinanderfolgenden Quizrunden konnten wir erfolgreich punkten und die maximale Gewinnsumme von 1.000 Euro erspielen.
Neben dem sportlichen Ehrgeiz stand vor allem eines im Vordergrund: Sichtbarkeit für den Thüringer Karneval. Der Verband wurde im MDR THÜRINGEN – Das Radio ausführlich vorgestellt und als lebendige, engagierte Organisation porträtiert.
Der erspielte Gewinn fließt vollständig in den Bereich Kinderschutz. Konkret unterstützen wir damit die Weiterentwicklung unseres verbandseigenen Kinderschutzkonzeptes sowie die Qualifizierung unserer Kinderschutzbeauftragten Lisa Bauer, die 2026 die Fortbildung zur insoweit erfahrenen Fachkraft (ISEF) absolvieren wird.
Damit wird aus einer sympathischen Medienaktion ein konkreter Mehrwert für unsere Kinder und Jugendlichen.
Auch das gehört zu moderner Verbandsarbeit: Präsenz zeigen, positive Aufmerksamkeit erzeugen – und den Nutzen für unsere Vereine daraus ziehen.
Ein weiterer besonderer Moment im Geschäftsjahr 2025 war meine Teilnahme an einer kulturpolitischen Delegationsreise nach Israel.
Diese Reise durfte ich in meiner Funktion als Präsident des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine wahrnehmen – und ich weiß sehr wohl, dass sie nur möglich war durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Thüringer Staatskanzlei sowie durch das Engagement unseres Verbandes im kulturellen Bereich. Dafür bin ich sehr dankbar.
Die sechs Tage in Israel waren eine intensive Begegnung mit Geschichte, Gegenwart und Verantwortung und haben eines deutlich gemacht: Kultur findet nicht im luftleeren Raum statt.
Wo Geschichte relativiert wird, wo Sprache entgrenzt wird, wo Hass verharmlost wird, trägt auch der Karneval Verantwortung – nicht als moralische Instanz, aber als kulturelle Kraft.
Diese Reise hat mir noch einmal bewusst gemacht, dass Humor Freiheit braucht – und Freiheit Verantwortung.
Wer mehr über diese Eindrücke erfahren möchte, ist herzlich eingeladen: Am 17. April 2026 werde ich in Gernrode einen Reisebericht mit persönlichen Einordnungen halten.
Neben allen fachlichen und strukturellen Themen gehört zur Verbandsarbeit auch Gemeinschaft.
Ein besonderes Beispiel dafür war unsere gemeinsame Teilnahme am Thüringer Weihnachtssingen am 5. Dezember 2025 im Erfurter Steigerwaldstadion. Mit 30 Präsidiums- und Fachausschussmitgliedern sowie 16 Partnerinnen, Partnern und Familienangehörigen war der LTK stark vertreten.
Was als internes Teamevent geplant war, wurde zu einem verbindenden Gemeinschaftserlebnis. In der Adventszeit bewusst zusammenzukommen, gemeinsam zu singen, innezuhalten und Wertschätzung zu zeigen, hat spürbar gutgetan.
Die Resonanz war durchweg positiv. Viele äußerten bereits den Wunsch, auch 2026 wieder gemeinsam teilzunehmen.
Deshalb sprechen wir an dieser Stelle eine klare Empfehlung an unsere Mitgliedsvereine aus: Nutzt solche Formate bewusst als Vereins- oder Teamevent in der Weihnachtszeit. Gemeinschaft entsteht nicht nur auf der Bühne, sondern auch in Momenten des gemeinsamen Erlebens.
Wenn Interesse an einer gemeinsamen Kartenreservierung besteht, unterstützen wir als Verband gern bei der Koordination.
Und bevor wir nun in die Berichte der Fachausschüsse und der LTKjugend einsteigen, möchte ich eines ganz bewusst voranstellen:
Ein Verband besteht nicht aus einem Präsidentenbericht.
Er besteht aus Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Ich danke ausdrücklich allen Vorsitzenden und Mitgliedern unserer Fachausschüsse für ihre Fachlichkeit, ihre Zeit, ihre Nerven und ihre Geduld. Aber mein besonderer Dank gilt dem gesamten Präsidium. Denn was hier im vergangenen Jahr geleistet wurde, ist alles andere als selbstverständlich.
Allen voran unserer Schatzmeisterin Angela Clement.
Ich ziehe wirklich den Hut vor ihr!
Als ich vor 14 Jahren meinen ersten Kassenbericht im LTK gehört habe, lag der Jahresumsatz bei rund 38.000 Euro.
Heute bewegen wir uns bei fast einer Viertelmillion Euro.
Und das alles im Ehrenamt.
Diese Dimension bedeutet Verantwortung, Sorgfalt, Weitblick – und unzählige Stunden Arbeit im Hintergrund, die kaum jemand sieht. Dass das so zuverlässig, so strukturiert und so professionell läuft, ist keine Selbstverständlichkeit.
Dankbarkeit reicht hier eigentlich nicht aus.
Der ausführliche Kassenbericht folgt unter TOP 7 – und ich bitte euch schon jetzt, das mit der gleichen Wertschätzung zu hören, mit der er erarbeitet wurde.
Nun aber danke ich für Eure Aufmerksamkeit und übergebe für die Berichte aus den Fachausschüssen und der LTKjugend direkt an Rainer Voigt vom Brauchtumsausschuss.
a) Bericht aus dem Brauchtumsausschuss (Rainer Voigt)
Auch in diesem Jahr gibt es vom BA einiges zu berichten.
Bereits im Januar 2025 trafen wir uns in Erfurt mit dem Bürgermeister der Stadt Wasungen.
Thema war das Museum des LTK und dessen weiterer Erhalt in Wasungen.
Im Mai gab es einen Höhepunkt für den Ausschuss. Der Kulturausschuss des BDK traf sich auf Einladung von Mike in Thüringen. Bevor sie aber ihre Ausschusssitzung am Sonntag in Erfurt durchführten, besuchten sie am Samstagvormittag, gemeinsam mit dem Brauchtumsausschuss des LTK, das Museum in Wasungen und am Nachmittag das Museum des URK in Königsee.
Am Abend trafen sich beide Ausschüsse in Erfurt zu einer Gesprächsrunde.
Zum Museumstag am 18.05. wurde das Museum geöffnet und durch Theo Heinemann, Angelika Dahmen sowie durch meine Wenigkeit betreut.
Wir konnten über einhundert Besucher zählen, dabei viele Wasunger, die sich das neu gestaltete Museum angeschaut haben. Auch Besucher aus dem Rheinland fanden den Weg nach Wasungen.
Es gab viele positive Feedbacks zur Ausstellung.
Nach dieser positiven Resonanz kam uns die Idee, den Museumstag in den kommenden Jahren zu nutzen und ein Museumsfest durchzuführen.
Dazu gab es mehrere Treffen in Wasungen und Erfurt.
Und die Idee sollte 2026 Wirklichkeit werden. Dazu später mehr.
Eine unserer Hauptaktivitäten im Jahr 2025 war die Vorbereitung der Abgabe des Antrages auf Immaterielles Kulturerbe für den „Karneval in Ostdeutschland“. Hier haben sich unser Mike Limmer und Tobias Wolf voll ins Zeug gelegt.
Gemeinsam mit den Präsidenten aller 5 Ostverbände gab es mehrere Online- und Präsenstreffen. Und im Oktober wurde der Antrag eingereicht. Für uns ist es eigentlich klar – unser Brauchtum ist immaterielles Kulturerbe – und wir hoffen auf eine positive Entscheidung, mit der aber nicht vor 2027 zu rechnen ist.
Besonders bedanken möchten wir uns bei Frau Dr. Juliane Stückrad, die uns jederzeit auf dem Weg bis zur Abgabe mit Rat und Tat zur Seite stand.
Im September wurde der Tag des offenen Denkmals ebenfalls genutzt, um interessierten Besuchern das Museum zu präsentieren. Die Möglichkeit des Besuches nutzten über 150 Personen.
Hier nochmal Dank an Angelika und Theo, die diese Aufgabe übernommen haben.
Ebenfalls im September besuchten Theo und ich die Maskenwerkstatt – Hanf in Ohrdruf.
Hier gab es mit den Firmeninhabern ein Gespräch über die eventuelle Übernahme der Maskenformen für das Museum. Hier müssen aber noch weitere Gespräche geführt werden, und wir benötigen einen etwas größeren Lagerraum. Der Fundus ist doch recht umfangreich.
Ein weiteres Anliegen im letzten Jahr war es für uns, die Ethik-Charta des BDK mit den Ausführungen dazu zu überarbeiten, um euch als Vereinen die Möglichkeit zu geben, selbst die Fragen zu beantworten, die immer wieder an uns herangetragen werden. So zum Beispiel:
Aktivitäten von Fastnachts- und Karnevalsvereinen außerhalb der jahreszeitlich festgelegten Brauchzeiten
Gesellige Vereinsveranstaltungen außerhalb der Brauchzeit
usw.
Diese überarbeitete Version stellen wir allen Vereinen online zur Verfügung.
Natürlich wurde auch weiter am Museum und dem Archiv gearbeitet, und der Ausschuss traf sich zu mehreren Ausschusssitzungen.
Und dann kam der schwarze Tag für unser Museum – 20.11.2025: Hiobsbotschaft – Wasserschaden im Museum.
Wir mussten schnell reagieren, da die gesamten Außenwände schon mit Schimmel befallen waren.
Das Museum, mit dem gesamten Inventar, musste ausgeräumt werden und sollte trocken und warm eingelagert werden.
Und da gilt unser Dank dem Stadtmuseum Wasungen und deren Leiterin Claudia Franz, der Stadt Wasungen und dem Bauhof.
Schnell und unkompliziert wurde uns im Bauhof Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, und der Bauhof übernahm den Transport der von uns verpackten Ausstellungsstücke und der Möbel.
Nach dem Ausräumen wurden an den Wänden auf halber Höhe der Putz und der Fußboden entfernt.
Und dann mussten die Räumlichkeiten getrocknet werden.
Mittlerweile ist die Trocknung abgeschlossen. Aber nun müssen die Wände wieder verputzt und der Fußboden verlegt werden, dann neu gemalert, und danach können wir mit dem Wiederaufbau des Museums beginnen. Wir haben uns schon Gedanken gemacht, wie wir es gestalten wollen.
Und da wir keine Hektik machen wollen bei der Gestaltung des Museums, wird das erste Museumsfest nicht 2026, sondern am Museumstag 2027 stattfinden.
Nun noch eine andere Sache.
Seit letztem Jahr haben Mitglieder des BA den Ordensversand übernommen – sprich: Mike Limmer Rechnungslegung, was ab diesem Jahr wieder die Protokollerin Kathrin Wagner übernimmt, und ich Versand, und da dazwischen ist noch unsere Schatzmeisterin Angela, die die Lieferscheine erstellt.
Und ich habe da mal eine Bitte an euch – bedenkt bitte, dass wir das im Ehrenamt machen und auch noch im Verein aktiv sind.
Deshalb solltet ihr auch die Bestellfristen mit 31.08. bzw. 30.11. einhalten.
Bestellungen nach dem 30.11. werden nicht mehr bearbeitet bzw. erst in der nächsten Saison.
Und dann solltet ihr auch zeitnah die Rechnungen bezahlen. Denn ohne bezahlte Rechnung kein Lieferschein, und ohne Lieferschein kein Versand.
Es kann nicht sein, dass ein Verein im August bestellt und eine Woche vor den tollen Tagen fällt es ihm ein: Ich brauche ja meine Orden, und bezahlt, und dann sollen sie pünktlich zur Verleihung da sein.
Und wenn der Verein Pech hat, sind gerade diese Orden vergriffen. Wir haben die Orden nicht unendlich auf Lager liegen, und eine neue Bestellung dauert seine Zeit. In dieser Saison hat es zwei Vereine betroffen.
Und noch eine Bitte – ihr habt den ganzen Sommer Zeit, eure Auszeichnungen zu planen und mit einer Bestellung alle Orden anzufordern. Und nicht heute bestellen, nach zwei Wochen nochmal bestellen und weitere zwei, drei Wochen nochmal.
Bei über 100 Versandstücken in der Saison kann man das damit vielleicht etwas reduzieren.
Wir sind gern Dienstleister für euch – aber im Ehrenamt.
Danke
b) Bericht aus dem Tanz- und Turnierausschuss (Juliane Möser)
Liebe Tanz- und Turniersportbegeisterte aus Thüringen,
wir können auf ein großartiges und erfolgreiches Jahre Ausschussarbeit und Tanz- und Turniersport in Thüringen zurückblicken.
Im Mai 2025 sind wir mit der BDK-Grundschulung im Garde- und Schautanz in die Schulungssaison gestartet.
Mit 138 Teilnehmerinnen aus 37 verschiedenen Vereinen sind wir stolz das im 4. Jahr in Folge die Grundschulung so viele Trainerinnen angelockt hat.
Im Juni haben traditionell die Thüringer Tanztage stattgefunden. In einer für uns neuen Location und mit einem frischen Mix bei den Dozentinnen. In Apolda haben wir gemeinsam mit unseren Dozentinnen Robin Ahmann, Liana Wolf und Alina Wagner ein buntes Wochenende veranstalten können.
Wie schon im Jahr 2024 haben wir für die Solistinnen an einem separaten Wochenende Kurse veranstaltet. Mit unserem „Röttenbach” Duo Michelle Zerrahn und Bianca Dürrbeck, sind auch die Solistinnen auf ihre Kosten gekommen und haben ein starkes Workshop Wochenende geboten bekommen.
Leider gab es 2024 und 2025 nicht den gewünschten Zuspruch für das Solistinnen Wochenende, so dass wir uns intern dazu entschlossen haben, wieder auf ein Wochenende zurückzugehen. Aber der TTA hält sein Versprechen aus den letzten Jahren und bietet euch auch in diesem Jahr eine starke Dozentinnen Kombi mit großartigen Kursen an.
Nach der Sommerpause 2025 sind wir am 2. August Wochenende in die Fortgeschrittenen Schulung für Solistinnen und der Aufbauschulung für Kinder gestartet. Bianca Dürrebeck hat auch diese Schulung übernommen und am kompletten Wochenende, den Trainerinnen wertvollen Input gegeben.
Im September haben wir mit der Praxisschulung die Schulungssaison 2025 abgeschlossen. Ein Mix aus Marschgruppen und Solist*innen hat sich den prüfenden Augen von Simone Burkhardt und Bianca Dürrbeck gestellt. Beide haben wertvolle Tipps und Verbesserungsvorschläge an alle gegeben, damit die Teilnahme an den Turnieren erfolgreicher wird.
Abgeschlossen haben wir das Tanzjahr traditionell mit der Thüringer Meisterschaften im Oktober. Alle Tanzbegeisterten aus Thüringen hat es nach Schweina zu unserem Ausrichter dem Schweinaer Karnevalverein gezogen.
Mit über 140 Starts am kompletten Wochenende, wurde der Vorjahres Anmelderekord zur Thüringer Meisterschaft erneut gebrochen. Mit dem Schweinaer Karnevalverein haben wir seit langem einen neuen und unerfahrenen Turnierausrichter für die Thüringer Meisterschaft gewinnen können. Danke für euren Mut, allem zu trotzen und diese große Aufgabe zu übernehmen.
Apropos Mut und große Aufgaben, der Tanz- und Turnierausschuss sucht Tanz- und Turniersportbegeisterte unter euch, die Lust haben sich in unserem Kreis zu engagieren und den TTA im Präsidium zu vertreten, denn es wird ein Platz im Präsidium frei. Wir suchen eine Person, die eine starke Stimme hat, um die Interessen und Themen des TTA und der viele Tanzsportbegeisterten in Thüringen zu vertreten. Meldet euch gern bei Interesse bei mir oder den Mitgliedern des Präsidiums.
Zum Abschluss noch… Ein kleiner Ausblick auf das Jahr 2026:
Geplant sind BDK-Grundschulungen, die Thüringer Tanztage, und auch wieder ein Praxisschulungswochenende. Save the date: Thüringer Tanztage 2026 – 06. & 07.06.2026 in Apolda.
Sobald alle Termine final sind, erfahrt ihr diese als erstes.
Vielen Dank an alle für ein weiteres großartiges Tanz- und Turniersport Jahr.
c) Bericht aus dem Steuer- und Rechtsausschuss (Daniel Sauer)
Sehr geehrte Präsidentinnen und Präsidenten,
geschätzte Vorstände, liebe Karnevalsfreunde,
mit dem Narrenkongress 2025 am 15.03.2025 wurde der Vorsitz des Steuer- und Rechtsausschusses in neue Hände übergeben. Seit diesem Zeitpunkt liegt die Leitung des Ausschusses in meiner Verantwortung. Die weiteren Mitglieder des Steuer- und Rechtsausschusses blieben unverändert im Gremium, wodurch eine kontinuierliche und eingespielte Ausschussarbeit gewährleistet werden konnte. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich dem bisherigen Vorsitzenden Dieter Lücke danken, der den Steuer- und Rechtsausschuss über viele Jahre hinweg mit großem Engagement, Fachwissen und Weitsicht geführt und geprägt hat. Seine Arbeit bildet eine solide Grundlage für die weitere Ausschusstätigkeit.
Der offizielle Start der Ausschussarbeit erfolgte im Rahmen einer Klausurtagung in Tambach-Dietharz. Diese Tagung bot die Gelegenheit, sich intensiv mit der zukünftigen Ausrichtung des Ausschusses auseinanderzusetzen. In offenen und konstruktiven Gesprächen wurden bestehende Strukturen reflektiert, neue Ideen entwickelt und mögliche Projekte diskutiert. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Frage, wie der Ausschuss die Vereine bestmöglich unterstützen kann, ohne dabei die eigenen Kapazitäten zu überfordern. Ziel war es, ein gesundes und praktikables Gleichgewicht zwischen inhaltlicher Tiefe, organisatorischem Aufwand und realistischem Nutzen für die Mitgliedsvereine zu finden.
Einen ersten bedeutenden Höhepunkt im Berichtsjahr stellte der Runde Tisch mit dem Innenminister am 06.05.2025 zum Thema Sicherheit bei Karnevalsumzügen dar. In dieser Gesprächsrunde trafen Vertreter der Karnevalsvereine auf Vertreter der Landesregierung. Die Vereine hatten hier die Möglichkeit, ihre Sorgen, Herausforderungen und praktischen Probleme offen darzustellen. Insbesondere die zunehmenden Anforderungen an Sicherheitskonzepte und Genehmigungsverfahren wurden thematisiert. Der Austausch verlief äußerst konstruktiv, und es konnten bereits erste Lösungsansätze erarbeitet werden. Von Beginn an bestand Einigkeit darüber, dass dieser Dialog nicht als einmaliges Ereignis verstanden werden darf, sondern regelmäßig fortgeführt werden sollte.
Das für den 07.06.2025 geplante Seminar zum Thema „Fundraising & Fördergelder“ musste leider aufgrund der zu geringen Teilnehmerzahl abgesagt werden. Trotz des hohen inhaltlichen Nutzens dieses Themas konnte das notwendige Mindestinteresse nicht erreicht werden. Dies war für den Ausschuss ein erstes Signal, die Bedürfnisse und Kommunikationswege zu den Vereinen künftig noch genauer zu analysieren.
Am 26.08.2025 fand der zweite Runde Tisch mit dem Innenminister statt. Innenminister Georg Maier stellte in diesem Rahmen verschiedene konkrete Lösungsansätze zur besseren Absicherung von Karnevalsumzügen vor. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass hierbei nicht nur über Probleme gesprochen wurde, sondern auch praktikable und umsetzbare Maßnahmen aufgezeigt wurden. Zudem wurde die Förderung eines speziellen Sicherheitsseminars in Aussicht gestellt. Sowohl der Landesverband als auch das Ministerium zeigten sich mit dem Verlauf und den Ergebnissen dieses Treffens sehr zufrieden, sodass der eingeschlagene Dialog als erfolgreich bewertet werden kann.
Ein weiteres für den 30.08.2025 geplantes Seminar musste ebenfalls aufgrund der geringen Teilnehmerzahl abgesagt werden. Diese erneute Absage war für den Ausschuss enttäuschend und zeigte deutlich, dass trotz hoher Relevanz der Themen nicht immer eine ausreichende Beteiligung seitens der Vereine erreicht werden kann.
Ein positiver Höhepunkt des Jahres war das am 22. und 23.11.2025 durchgeführte Seminar „Sicherheitskonzept bei Karnevalsumzügen“. An der Veranstaltung nahmen 30 Teilnehmer aus 20 Vereinen teil. Dank der finanziellen Förderung durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung konnte das Seminar zu sehr günstigen Konditionen angeboten werden, was maßgeblich zur Durchführung beigetragen hat. An zwei intensiven Seminartagen vermittelten die Referenten Thomas Rüsche von der Kanzlei Loehr, Alexander Kreth von der Groundworks GmbH sowie Christian Schneider fundiertes Fachwissen rund um rechtliche Grundlagen, praktische Sicherheitsmaßnahmen und die Erstellung tragfähiger Sicherheitskonzepte. Für viele Teilnehmer stellte dieses Seminar einen erheblichen Zugewinn an Wissen, Sicherheit und Handlungskompetenz dar.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass hinter dem Steuer- und Rechtsausschuss ein erstes, arbeitsreiches und in vielerlei Hinsicht spannendes Jahr liegt. Die Absage von zwei Seminaren aufgrund geringer Teilnehmerzahlen ist dabei durchaus ernüchternd und zeigt, dass hier weiterhin Handlungsbedarf besteht. Ebenso muss festgestellt werden, dass die Beteiligung, Rückmeldung und aktive Mitwirkung der Vereine in einigen Bereichen verbesserungswürdig ist. Dennoch hat das erfolgreich durchgeführte Sicherheitsseminar gezeigt, dass bei konkretem Bedarf und klarer Kommunikation eine hohe Qualität und ein echter Mehrwert erreicht werden können. Grundsätzlich gilt: Nur wer seine Fragen, Probleme und Bedarfe aktiv einbringt, kann vom Angebot des Ausschusses profitieren.
d) Bericht aus dem Redaktionsausschuss (Selina Dauer)
Liebes Präsidium und liebe anwesende Vertreter unserer Mitgliedsvereine,
der Redaktionsausschuss des LTK ist mit der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes betraut, welche mittlerweile auf digitaler Ebene stattfindet.
Hierzu zählt der Versand von Rundmails an die Mitgliedsvereine und Pressevertreter, Zuarbeiten an den BDK für die „Deutsche Fastnacht“, die Zusammenstellung in Form von Text- und Bildmaterial für die Verbandszeitschrift des LTK, dem „Narren-Echo“, inkl. dem Anzeigenmanagement.
Wir kümmern uns um die Beitragserstellung, Berichterstattungen und Aktualität der Verbandshomepage in einem festgelegten CI sowie die Betreuung der Social-Media-Kanäle des Landesverbandes und die Verbreitung von Ausschreibungen, Infos, Bildern, Videos und und und.
Im letzten Jahr haben wir uns im RA zur Klausurtagung neu aufgestellt bzw. neu strukturiert, da wir die neuen Ausschussmitglieder Markus Gretsch, Franziska Haupt und Michael Möcker dazugewinnen konnten.
Die Administratoren Micha Möcker und Christian Herold wurden inzwischen als Konnektoren berufen.
In der 2. Jahreshälfte haben wir unseren Ausschuss dann intern etwas aufgeteilt:
Social-Media – Franziska Haupt
Redaktion – Selina Dauer
Koordinatorin – Lisa Bauer
Unsere digitalen Meetings finden alle 4 Wochen online über Microsoft Teams statt.
Hier besprechen wir die nächsten Posts und Beiträge für die anstehenden Verbandstermine und alle weiteren Aufgaben für die jeweils nächsten Wochen.
Am Dienstag, den 19. August, ging es beim Thüringer NarrenTreff – ONLINE um das Thema Öffentlichkeitsarbeit zusammen mit der Presse. Der TNT war selbst für uns noch sehr lehrreich, leider war die Teilnehmerzahl sehr gering.
Unseren geplanten Foto-Workshop am 06. September 2025 mussten wir leider aufgrund von zu wenigen Anmeldungen absagen.
Stattdessen trafen wir uns dann als RA in Präsenz in Gotha-Siebleben in den Räumen des CaCuBaGoSi. Vielen Dank für die Ausrichtung an Michael Möcker und den Verein.
Es wurde ein arbeitsintensiver und sehr produktiver Tag, bei dem viele neue Ideen entstanden und auch ein neues Projekt, welches wir mit euch in diesem Jahr umsetzen möchten: der Imagefilm zum Karneval in Thüringen.
Hierzu habt ihr bereits eine Ausschreibung mit einem Aufruf für entsprechende Zuarbeiten von uns erhalten. Einsendeschluss ist der 15. März 2026. Wir freuen uns weiterhin auf eure Beiträge.
In 2026 planen wir zum Narren-Forum am 30.05. eine Öffentlichkeitswerkstatt mit verschiedenen Workshop-Themen:
- Aufbau und Erstellung Homepage mit WordPress inkl. Zielgruppenanalyse
- Grafikerstellung (Orden, Pins, Logo/Wappen) sowie Bilder und Texte mit KI erstellen
Außerdem wollen wir folgende Themen mit euch gemeinsam in offener Runde diskutieren und uns mit euch austauschen:
- Narren-Echo
- Recht am Bild: Was darf man veröffentlichen und was nicht?
- Öffentlichkeitsarbeit vs. Kinder- und Jugendschutz
Der diesjährige Foto-Workshop mit unserer Fotografin Dr. Anna-Lisa Fischer findet heute hier in Apolda statt – ich hoffe, ihr seid angemeldet?
Ihr hattet eine Jubiläumsveranstaltung, habt interessante Bräuche oder Veranstaltungen, eine Besonderheit im Verein, die euch auszeichnet, eine coole Aktion, auf die ihr aufmerksam machen wollt, oder unternehmt tolle Ausflüge mit eurer Jugend? Dann schickt uns doch bitte 1–2 Fotos in Druck-Qualität und ein paar Zeilen dazu – wir möchten auch euer Engagement auf der Homepage des Verbandes und im Narren-Echo präsentieren, denn IHR seid die, die unser Brauchtum am Leben erhalten. Der Redaktionsschluss für das NE 2026 ist der 31.08.2026 – wir freuen uns auf eure Beiträge!
Wir suchen weiterhin engagierte und motivierte Karnevalsfreunde für den Redaktionsausschuss, die uns vor allem bei der digitalen redaktionellen Arbeit mit WordPress unterstützen können! Wenn ihr also Lust und noch etwas Zeit habt, euch aktiv einzubringen, meldet euch gerne bei uns!
Ich sage vielen lieben Dank an meinen gesamten Redaktionsausschuss für eure Einsatzbereitschaft und eure geleistete Arbeit im Verband, außerdem an unsere Koordinatorin Lisa Bauer und das gesamte Präsidium für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr.
e) Bericht aus dem Arbeitskreis „Gesprochenes Wort“ (Juliane Panzer)
Der Arbeitskreis „Gesprochenes Wort“ blickt auf ein engagiertes Jahr 2025 zurück. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stand die Pflege und Weiterentwicklung der Sprachkultur innerhalb unseres Verbandes sowie die inhaltliche Unterstützung der Mitgliedsvereine durch Seminare und fachlichen Austausch.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Erarbeitung einer Beschlussvorlage für den Narrenkongress sowie für das Präsidententreffen. Das Programm des Präsidententreffens / Narrenkongresses soll zu mindestens einem Drittel aus gesprochenem Wort (Büttenreden oder Sketch) sowie Gesang bestehen. Sollten aus dem eigenen Verein keine Gesangs- oder Redebeiträge zur Verfügung stehen, können entsprechende Beiträge über den Arbeitskreis „Gesprochenes Wort“ oder das Netzwerk „Musik“ angefragt werden.
Ein ausgewogenes Programm mit Elementen des gesprochenen Wortes und musikalischen Beiträgen trägt wesentlich zur Unterhaltung und Vielfalt der Veranstaltung bei und fördert unser Brauchtum. Die Möglichkeit, externe Beiträge über etablierte Netzwerke zu beziehen, gewährleistet die Qualität und Kontinuität der Programmpunkte auch bei eingeschränkten vereinsinternen Ressourcen.
Unter dem Motto „Karnevalistischer Dialog – Büttenreden zu zweit“ fand am 31.05.2025 ein Seminar zur besonderen Form der karnevalistischen Zwiegespräche statt. Insgesamt zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit der Kunst des gesprochenen Wortes im Karneval auseinanderzusetzen.
Fünf Mitglieder des Arbeitskreises „Gesprochenes Wort“ begleiteten das Seminar aktiv mit Fachwissen, praktischen Tipps und jahrelanger Bühnenerfahrung. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Förderung junger Rednerinnen und Redner, die erste Schritte in der karnevalistischen Redeform wagen.
Im Bereich der Auszeichnungen wurde der Orden „Goldene Bütt“ in der Saison 2025/26 insgesamt neunmal verliehen. Zusätzlich konnten drei silberne Auszeichnungen an Jugendliche unter 18 Jahren vergeben werden. Diese Ehrungen unterstreichen die hohe Wertschätzung für herausragende Leistungen im Bereich des gesprochenen Wortes und setzen zugleich ein wichtiges Zeichen in der Nachwuchsförderung.
Die Kooperation mit der Initiative „Ruhe im Saal“ haben wir weiterentwickelt und strukturell gestärkt. Besonders erfreulich ist, dass im laufenden Jahr die ersten Vereine offiziell mit der Urkunde „Ruhe im Saal“ ausgezeichnet wurden.
Der geplante Rednerstammtisch am 01.11.2025 musste aufgrund der geringen Teilnehmerzahl leider abgesagt werden.
Darüber hinaus konnten wir für das Präsidententreffen 2026 Jens Singer als Referenten gewinnen.
Im Rahmen des Narrenforums ist ein Bütten- und Gesangswettbewerb geplant, bei dem sowohl erfahrene Akteure als auch Nachwuchstalente ihr Können unter Beweis stellen können. Ziel der Veranstaltung ist es, das närrische Brauchtum zu fördern, die Gemeinschaft zu stärken und dem Publikum ein abwechslungsreiches sowie unterhaltsames Programm zu bieten. Wir freuen uns über viele Anmeldungen aus den Mitgliedsvereinen.
Auch personell gab es im Jahr 2025 Veränderungen. Besonders freuen wir uns über die Aufnahme von Mario Metzing als neues Mitglied im Arbeitskreis. Wir heißen ihn herzlich willkommen und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir verabschieden uns zudem von Jens Hoppe und Tobias Schmidt. Beiden danken wir herzlich für ihre engagierte Mitarbeit und ihren Einsatz für das gesprochene Wort. Wir wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute.
Ein ausdrücklicher Dank gilt Juliane Möser, die kurzfristig Koordinationsaufgaben übernommen und den Arbeitskreis in einer Übergangsphase engagiert unterstützt hat. Ebenso danken wir Kathrin Wagner für ihre kontinuierliche organisatorische Begleitung und ihre verlässliche Unterstützung.
Nach der Geburt meiner Tochter hat Matthias Höfer für einen Zeitraum von drei Monaten kommissarisch die Aufgaben des Vorsitzenden übernommen. Für die Vertretung möchte ich mich persönlich recht herzlich bedanken.
f) Bericht aus dem Netzwerk Musik (Toni Suffa in Vertretung für Maik Göllert)
g) Bericht aus der LTKjugend (Carolin Brand)
Im vergangenen Jahr hat sich einiges in unserer LTKjugend verändert. Begonnen mit der 6. Landesjugendvollversammlung am 4. Januar 2025, bei dem nicht nur der Vorstand neu gewählt wurde, sondern auch Delegierte für den Landesjugendring Thüringen, in dem wir seit November 2024 Mitglied sein dürfen. Auch das Landeskinderprinzenpaar für die Saison 2024/25 wurde erfolgreich gewählt.
Kurz darauf folgte die erste konstituierende Sitzung, in der Aufgaben verteilt und Pläne für das Jahr geschmiedet wurden. In dieser Saison durfte der Jugendvorstand fünf Veranstaltungen bei Mitgliedsvereinen besuchen. Da der Wille da war, dies auszubauen, sollte das Projekt „LTKjugend on Tour” in Angriff genommen werden.
Mit der Aufnahme in den Landesjugendring dürfen wir uns glücklich schätzen, Fördermittel üben den Landesjugendförderplan zu erhalten. Insgesamt beliefen sich diese im Kalenderjahr 2025 auf 52.631,62 EUR.
Diese Summe teilt sich auf in Personalkosten für eine struktursichernde Stelle und in Globalmittel, welche sich durch Sachkosten sowie Kosten für Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung und außerschulischen Jugendbildung ergeben.
Im Folgenden gehe ich näher auf die Verwendung dieser Mittel ein.
Seit dem 01.04.2025 hat die LTKjugend eine hauptamtliche Angestellte. Und für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Caro und seit dem 01.04.2025 die hauptamtliche Jugendverbandskoordinatorin. Gleichzeitig durfte ich von unserer ehemaligen Landesjugendleiterin Lisa Bauer lernen, was die Aufgabenfelder, mit denen ich mich beschäftigen werde, sind. Hierfür war sie vom 01.04.-31.07.2025 ebenfalls für die Einarbeitung angestellt. Für die Personalkosten wurden im Kalenderjahr 2025 30.131,62 EUR aus Mitteln des Landesjugendförderplans genommen. Hinzu kommt ein verpflichtender Eigenanteil, der durch den Verband selbst zu finanzieren ist. Dieser belief sich 2025 auf 3.416,00 EUR. Somit ergeben sich für Personalausgaben in Höhe von 33.547,62 EUR.
Sachkosten wurden in Höhe von 14.300 EUR von der Förderung über den Landesjugendförderplan abgerufen. Diese wurden beispielsweise für die Miete der Geschäftssstelle sowie deren Einrichtung, laufende Kosten wie Internet und Verträge, Reisekosten und Kursmaterialien verwendet. Da die Einrichtung der Geschäftsstelle von 0 begann, fielen in 2025 erhebliche Kosten dafür an. Daher ergibt sich zuzüglich ein Eigenanteil von 1.729,69 EUR und Sachkosten von insgesamt 16.029,69 EUR.
Nun möchte ich berichten, welche Seminare und Workshops im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung stattgefunden haben. Am 26. April 2025 fand das erste Seminar des Jahres in Hörselgau statt. Bei dem Einsteigerseminar durften wir 11 Teilnehmende begrüßen. Der Austausch untereinander sowie die Resonanz zum Thema zeigt ein großes Interesse an der Weiterbildung rund um das Thema Jugend.
Der Start der Juleica-Ausbildung erfolgte am 16. Mai in Tambach-Dietharz. Hier konnten wir 7 Teilnehmende aus Thüringen begrüßen, welche gemeinsam das Pädagogik-Wochenende absolvierten. Der Recht-Teil der Ausbildung fand online statt.
Das Seminar zum Thema Alkohol von der SIT und das Fortgeschrittenenseminar konnten aufgrund von geringen Teilnehmendenzahlen nicht im geplanten Rahmen stattfinden. Jedoch hat Lisa als Dozentin sich dafür entschieden, die angemeldeten Teilnehmende vom Fortgeschrittenenseminar zu besuchen und ihre Fragen zum Thema zu beantworten.
Unser Büttenworkshop „Jugend in die Bütt” wurde vom 22.-24. August in Eisenberg durchgeführt. Dank unserem Dozenten Matthias, der seine Feuerprobe mit einer 1 mit Sternchen bestanden hat, sind wieder tolle Beiträge entstanden, die dem Einen oder der Anderen vor Lachen Tränchen in die Augen gezaubert hat. Da dieses Wochenende so viel Spaß gemacht hat, wurde noch am selben Wochenende eine Ausschreibung für dieses Jahr gemacht. Und jetzt bitte mitschreiben: vom 26.-28. Juni findet der Workshop in diesem Jahr statt. Unter neuer Auflage: Wir freuen uns, hier nun auch Teilnehmende bis 27 Jahre begrüßen zu dürfen, die Lust haben, mit Hartwien Koffergriff die Grenzen der FSK 18 Welt erkunden zu wollen.
Im vergangenen Jahr entstand gemeinsam mit unserer Kinderschutzbeauftragten Lisa eine Reihe zum partizipativen Kinderschutz mit Kindern und Jugendlichen. In zwei Wochenendeworkshops arbeiteten Kinder und Jugendliche in Bad Sulza daran, zu verstehen, was Kinderschutz überhaupt ist, wo ihre Rechte liegen und wie wir Kinder und Jugendliche in unseren vereinen schützen können und müssen. Sie erarbeiteten Bildkarten, welche in diesem Jahr an alle Vereine verteilt werden sollen. Leider musste der Workshop mit jungen Erwachsenen zu diesem Thema ausfallen. Im vierten Teil des Projektes ging es darum, Vereinen das Schreiben eines Kinderschutzkonzeptes näher zu bringen und zu vermitteln, was es braucht, um überhaupt starten zu können.
Nicht zu vergessen ist auch das Social Media Seminar, welches wir am 18.Oktober im Haus zur Narrenschelle durchgeführt haben. Neben der Wissensvermittlung über Algorhytmen und Trends wurde jeder Account der Teilnehmenden Vereine genau unter die Lupe genommen und hilfreiche Tipps gegeben, um den Social Media Auftritt bestmöglich zu gestalten.
Auch die Eröffnung der Geschäftsstelle sowie die Veröffentlichung unseres Kinderschutzkonzeptes am 16. Oktober war ein Highlight des Jahres.
Im Kalenderjahr 2025 wurden für Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung 5.359,42 EUR aus dem Landesjugendförderplan gefördert. Damit konnten wir beispielsweise eine kostenlose Teilnahme an Jugend in die Bütt für alle Kinder und Jugendlichen ermöglichen. Ein Eigenanteil von 1.830,72 EUR wurde geleistet.
Im Rahmen der Kinder- und Jugenderholung wurde ein Freizeitwochenende an der Bleilochstausee mit 13 Kindern durchgeführt. Dort haben wir viel gebastelt, aber auch gelernt, warum wir Karneval feiern. Außerdem fand ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder, sowie ein Schmink- und ein Nähkurs statt. Dafür wurden Mittel in Höhe von 1.960 EUR gefördert. Ein Eigenanteil von 881,87 EUR fiel hierfür an.
Somit wurden für Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung und Kinder- und Jugenderholung insgesamt 10.032,01 EUR ausgegeben, 7.319,42 EUR davon sind Fördergelder.
Eine weitere Ausgabe ist die Mitgliedschaft im Landesjugendring, welche uns in diesem Jahr 630 EUR gekostet hat. Die Mitgliedschaft hat sich für uns in diesem Jahr bereits gelohnt, da bei der Vollversammlung des Landesjugendrings am 8. November unser Antrag zur verpflichtenden Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses bei Beantragung und Verlängerung der Jugendleiter-Card einstimmig beschlossen wurde.
Aus der Thüringer Ehrenamtsstiftung wurde eine Summe von 5.478,00 EUR gefördert. Davon wurden unter Anderem Ehrenamtspauschalen an die Mitglieder des Jugendvorstands ausgezahlt.
Neben den Einnahmen aus dem Landesjugendförderplan wurden Teilnehmendenbeiträge in Höhe von 2082 EUR eingenommen, welche 1:1 in die Maßnahmen flossen. 326 EUR wurden durch zu späte Stornierungen bzw. Nicht-Teilnahme an Maßnahmen eingenommen.
Wir konnten Spenden in Höhe von 2.000 EUR verzeichnen.
Somit belaufen sich die Einnahmen der LTKjugend im Kalenderjahr 2025 auf 61.311,04 EUR.
Ausgaben von 65.871,1 EUR wurden verzeichnet.
Das Saldo beträgt hiermit –4.560,06 EUR.
Trotz des negativen Saldo bewerten wir das Jahr 2025 als ein erfolgreiches für die LTKjugend, da es uns zum ersten Mal gelungen ist, Fördermittel für hauptamtliche Strukturen nutzen zu können und unser Angebot auszubauen. Es ist erstmals gelungen, unsere Teilnehmenden durch die Förderung finanziell zu entlasten. Dies möchten wir in Zukunft weiter ausbauen.
Für das Kalenderjahr 2026 steht neben dem Ausbau unseres Angebots für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene insbesondere die Frage im Fokus, wie wir als LTKjugend zusätzliche Eigenmittel unabhängig vom landesjugendförderplan generieren können, um die notwendigen Eigenanteile zu sichern und perspektivisch mit einem positiven Ergebnis aus dem Jahr zu gehen.
Wie vermutlich die Meisten von euch mitbekommen haben, ist der Landesjugendvorstand zu Beginn dieses Jahres zurückgetreten. Damit ich nicht mehr allein die Jugend bin, wie ich es immer so schön sage, suche ich einen neuen Vorstand. Ich freue mich, um jeden jungen Menschen, der Lust hat, sich gemeinsam mit mir in Thüringen zu engagieren.
Am Ende meines Berichts möchte ich betonen, dass wir mit unseren Angeboten eure Vereine stärken wollen, indem wir dort beginnen, wo die Grundsteine für ehrenamtliches Engagement gelegt werden: Bei den Kindern und der Jugend. Da wir jedoch keine direkte Verbindung zu den Eltern oder den Kindern selbst haben, sind wir auf eure Hilfe angewiesen. Nur wenn ihr Angebote weiterleitet, können wir weiterarbeiten. Dafür habe ich auch Flyer mitgebracht, auf denen die diesjährigen Angebote abgebildet sind.
Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und stehe für Fragen gerne zur Verfügung!
Bericht der Kinderschutzbeauftragten
Seit Juni 2024 setzen wir uns aktiv mit dem Thema Kinderschutz im Verband auseinander. Alle Ausschüsse und das Präsidium waren gefragt, ihren eigenen Arbeitsbereich genau mit der Kinderschutzbrille zu betrachten und Risiken, aber auch Potenziale aufzudecken. Gemeinsam konnten wir so ein umfassendes Werk zusammenstellen, welches nicht nur unsere ehrenamtliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beleuchtet, sondern auch für alle Vereine ein Leitfaden und eine Hilfestellung sein soll.
Aber nicht nur intern wurde gearbeitet. Die ersten Telefonate zu spezifischen Fragen und auch kleineren Problemstellungen im Verein wurden geführt – bis jetzt zum Glück ohne KWG-Fall. Auch die Kinder und Jugendlichen im Verband haben wir ins Boot geholt. An zwei sonnigen Workshopwochenenden konnten wir mit den Altersgruppen 8 bis 12 und 12 bis 16 Jahre in das Thema einsteigen und großartige Methoden entwickeln, die die Kids und Teens auch gleich im Verein anwenden konnten.
Ansprechbar sein bedeutet als Kinderschutzbeauftragte auch, die Vereine präventiv zu unterstützen. Durch die Ausbildung zur Kinderschutzkonzeptberaterin darf ich nun auch den Prozess bei euch direkt vor Ort begleiten. Bei den Ziegenbergern in Suhl durfte ich schon die ersten Schritte zum eigenen Konzept begleiten und so den Einstieg etwas erleichtern. Das Angebot steht – auch euch unterstütze ich gern und begleite euren Prozess zum eigenen Kinderschutzkonzept.
Ab der zweiten Jahreshälfte beginnt für mich die Ausbildung zur insoweit erfahrenen Fachkraft – ein weiterer Schritt für einen in Sachen Kinderschutz gut aufgestellten Verband.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
TOP 5: Bericht der Schatzmeisterin (Alexandra Exner in Vertretung der Schatzmeisterin Angela Clement)
Sehr geehrte Präsidenten, liebe Karnevalsfreunde,
an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die finanzielle Situation des Verbandes für das abgelaufene Kalenderjahr.
Die Einnahmen des Kalenderjahres 2025 belaufen sich auf insgesamt 249.144,73 € gegenüber 106.934,03 € im Vorjahr, wobei 131.853,48 € der Einnahmen in 2025 und 7.651,31 € der Einnahmen in 2024 auf Fördermittel und 9.669,67 € in 2025 und 1.874,55 € in 2024 auf Spenden entfallen. An dieser Stelle muss gesagt sein, dass 8.669,67 € der Spenden in 2025 von Mitgliedern des Vorstandes bzw. von Mitgliedern der Fachausschüsse geleistet wurden, teils aus dem Verzicht auf Reisekosten, teils auch als direkte Spendeneinzahlung.
Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb des Kalenderjahres 2025 ergeben sich somit Einnahmen in Höhe von 107.621,58 € und in 2024 in Höhe von 102.386,03 €.
Die Einnahmen aus Seminaren sind im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht gestiegen, um 2.851,95 € auf 32.996,27 € im Jahr 2025.
Die Ausgaben insgesamt beliefen sich im Kalenderjahr 2025 auf 230.786,33 € gegenüber 96.482,63 € im Vorjahr.
Die Ausgaben in 2025 wurden im Wesentlichen für Veranstaltungskosten in Höhe von 51.723,36 €, Hotel- und Reisekosten in Höhe von 43.625,31 €, für Personalkosten in Höhe von 37.783,95 € und Dozentenkosten in Höhe von 28.931,87 € geleistet.
Aus dem Ergebnis des Kalenderjahres 2025 (18.358,40 €) beantrage ich die Erhöhung der freien Rücklagen um 14.443,74 €. Damit haben die freien Rücklagen einen Bestand zum 31.12.2025 in Höhe von 31.315,19 €. Für die Durchführung der Cottbus-Fahrt zur Fernsehsendung „Heut steppt der Adler“ beantrage ich die Bildung einer gebundenen Rücklage in Höhe von 3.914,66 €, da die Einnahmen für diese Fahrt bereits in 2025 eingenommen wurden.
Einzelinvestitionen über 400,00 € wurden im Kalenderjahr 2025 in Höhe von 17.912,14 € getätigt, wobei ein großer Teil hiervon in die Einrichtung unserer neuen Geschäftsstelle investiert wurde.
Im Rahmen des laufenden Geschäftsbetriebes des LTK wurden Ehrenamts- und Übungsleiterpauschalen in Höhe von 11.000,00 € ausgezahlt, davon entfallen 4.420,00 € auf Ausschussmitglieder, 3.980,00 € auf Präsidiumsmitglieder und 2.000,00 € auf die Mitglieder des Jugendvorstandes.
Für Fragen zu den vorgenannten Zahlen stehe ich Euch wie immer sehr gern zur Verfügung.
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.
Angela Clement
TOP 6: Bericht der Kassenprüfer (Heike Nicodemus)
Kassenprüfung LTK für 2025; 17.02.2026
Prüfer: Heike Nicodemus, Karen Gräßner, Steffen Voigt
A – Vorbemerkungen
Keine Festlegungen in der Satzung und Finanzordnung zu den Anforderungen an die Kassenprüfung.
Vorgelegt wurden in digitaler Form die Einnahmen-Überschuss-Rechnung mit Sachkontenblättern, Bankkontoumsätze und Salden sowie die Berechnung der Rücklagen.
Die Finanzbuchführung erfolgt unverändert über das Programm Agenda.
Für alle Mitgliedsbeiträge besteht Lastschrifteinzug (1x jährlich und bei Neuaufnahme).
Alle Bankkonten werden geführt durch die Schatzmeisterin Angela Clement, die auch die Rechnungen schreibt.
Es gibt keine Bargeschäfte und daher wird keine Kasse geführt. Alle Einnahmen und Ausgaben erfolgen über die Bank.
Eine erste Prüfung der Eingangsbelege erfolgt durch den Koordinator im jeweiligen Ausschuss mit Freigabe und elektronischer Weiterleitung in den zentralen Posteingang. Von dort werden Rechnungen durch den Präsidenten oder den Vizepräsidenten zur Bezahlung an die Schatzmeisterin nach dem Vier-Augen-Prinzip weitergeleitet. Nach der Endbearbeitung werden die Rechnungen erkennbar auf „Erledigt“ gesetzt. Für die LTKjugend wird die gleiche Verfahrensweise angewandt. Die Überweisung tätigt auch hier allein die Schatzmeisterin.
Auslieferungen von Ordensbestellungen und Seminarteilnahmen erfolgen ausnahmslos nur noch gegen Vorkasse.
B – Prüfbericht
Die Prüfung fand am 17.02.2026 unter Verwendung der digitalen Unterlagen statt. Belege und zugehörige Buchungen wurden stichprobenweise elektronisch geprüft.
Ergebnisse
Es werden vier Bankkonten geführt:
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Sparkasse Mittelthüringen; Hauptkonto 163 0525 73
-
Sparkasse Mittelthüringen; Seminareinnahmekonto 163 0666 47 als reines Einnahmekonto
-
Sparkasse Mittelthüringen; LTKjugend 153 1200 56 (LTKjugend hat nur Einsicht)
-
Sparkasse Mittelthüringen; 163 182825
Die Bankkonten weisen zum 31.12.2025 in Summe einen Bestand von 38.361,47 Euro aus.
Im Vorjahr waren dies 25.919,03 Euro. Das ist ein Liquiditätszuwachs in Höhe von 12.442,44 Euro.
Die Bankkontostände und die Buchungskonten stimmen überein. Das Vier-Augen-Prinzip ist eingehalten.
Im Anlagevermögen erfolgten durch Fördermittel umfangreiche Anschaffungen zur Digitalisierung und Vortragstechnik von insgesamt 17.912,74 Euro.
Seit April 2025 ist es gelungen, eine Planstelle für den Kinder- und Jugendbereich zu installieren, die durch Zuschüsse des Landes finanziert wird.
Weitere große Ausgaben erfolgten für Schulungsmaßnahmen zum JeckDesk, zu Sicherheitskonzepten für Umzüge und Großveranstaltungen sowie zum Kinder- und Jugendschutz.
Der Abgleich der Ergebnisrechnung und der tatsächliche Liquiditätszuwachs führen zum gleichen Ergebnis.
Im Rahmen der Prüfung haben sich keine Beanstandungen ergeben.
Empfehlung an die Mitgliederversammlung:
-
Der Jahresrechnung 2025 zuzustimmen
-
Dem Vorstand Entlastung für 2025 zu erteilen
-
Dem Vorschlag zur Rücklagenbildung im Sinne der ordnungsgemäßen Mittelverwendung zum Erhalt der Gemeinnützigkeit wie folgt zuzustimmen:
„Das Ergebnis des Jahres 2025 in Höhe von 18.358,40 Euro wird folgenden Rücklagen zugeführt:
3.914,66 Euro als Betriebsmittelrücklage für laufende Ausgaben Anfang 2026
14.443,74 Euro als freie Rücklage“
Erfurt, den 21.02.2026
gez. Heike Nicodemus, Karen Gräßner, Steffen Voigt
Kassenprüfer
TOP 7: Entlastung des geschäftsführenden Präsidiums
Nach den Berichten des geschäftsführenden Präsidiums, der Fachausschüsse, der LTKjugend und der Kinderschutzbeauftragten sowie dem Vortrag der Schatzmeisterin und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Mitgliederversammlung ein umfassender Überblick über die Tätigkeit und die finanzielle Entwicklung des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine e.V. im Geschäftsjahr 2025 gegeben.
Fragen oder Diskussionsbedarf aus der Mitgliederversammlung ergaben sich nicht.
Im Anschluss wurde über die Entlastung des geschäftsführenden Präsidiums für das Geschäftsjahr 2025 sowie über die Bildung der im Bericht der Schatzmeisterin dargestellten Rücklagen in Höhe von insgesamt 18.358,40 Euro abgestimmt.
Mit 71 Ja-Stimmen wurde das geschäftsführende Präsidium für das Geschäftsjahr 2025 entlastet.
Der Bildung der Rücklagen in der vorgeschlagenen Höhe wurde zugestimmt.
TOP 8: Anträge an die Mitgliederversammlung
TOP 8 (1): Integration des GEMA-WR-VR-K-Vertrages in den Mitgliedsbeitrag einschließlich Anpassung des Mitgliedsbeitrages
Der Mitgliederversammlung lag ein Antrag vor, der fristgemäß mit der Einladung zur Mitgliederversammlung am 27. Januar 2026 bekannt gegeben wurde.
Der ursprünglich eingebrachte Antrag sah vor,
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den GEMA-WR-VR-K-Vertrag künftig in den Mitgliedsbeitrag zu integrieren und
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den jährlichen Mitgliedsbeitrag für aktive Mitgliedsvereine ab dem Beitragsjahr 2026 auf 222,00 € festzusetzen.
Nach Versand der Einladung ging fristgerecht ein Änderungsantrag ein. Dieser sah vor, den Mitgliedsbeitrag nicht auf 222,00 €, sondern auf 237,00 € jährlich festzusetzen.
Die Differenz in Höhe von 15,00 € je Mitgliedsverein dient der künftigen Inkludierung der Tagungsgebühr für das Präsidententreffen bzw. den Narrenkongress im Mitgliedsbeitrag sowie der Bereitstellung eines fest kalkulierbaren Grundbudgets für die jeweiligen Ausrichter.
Bei derzeit 331 Mitgliedsvereinen entspricht dies einem Betrag von 4.965,00 €, der dem Ausrichter als verlässliches Startkapital zur Verfügung stünde.
Der GEMA-WR-VR-K-Vertrag sowie die Tagungsgebühr für das Präsidententreffen bzw. den Narrenkongress wurden mit 61 Ja- und 2 Gegenstimmen sowie 8 Enthaltungen im Mitgliedsbeitrag in Höhe von 237,00 € inkludiert.
Mit dem Beschluss zur Integration des GEMA-WR-VR-K-Vertrages in den Mitgliedsbeitrag wurde festgelegt, dass die Abwicklung künftig zentral über den Landesverband erfolgt.
Alle Mitgliedsvereine sind verpflichtet, ihren bestehenden Einzelvertrag mit der GEMA eigenständig über das Online-Portal der GEMA zu kündigen.
Die Kündigung muss spätestens bis zum 15.03.2026 erfolgen, um Überschneidungen oder Doppelzahlungen zu vermeiden.
Als Kündigungsgrund ist auf den künftig bestehenden Pauschalvertrag über den Landesverband Thüringer Karnevalvereine zu verweisen.
Eine gesonderte schriftliche Information mit den einzelnen Schritten wird kurzfristig per E-Mail an alle Mitgliedsvereine versandt.
Der Lastschrifteinzug des LTK- und BDK-Mitgliedsbeitrages erfolgt in diesem Jahr am 18.03.2026.
TOP 8 (2): Änderung der Landesjugendordnung – § 1 Abs. 2
Im Anschluss wurde der zweite Antrag an die Mitgliederversammlung aufgerufen.
Gegenstand war die Änderung der Landesjugendordnung, konkret § 1 Absatz 2, welcher nach der Landesjugendvollversammlung vom 03.01.2026 wie folgt neu gefasst wird:
„Der Sitz des Jugendverbandes ist das Haus ‚Zur Narrenschelle‘,
Stadtmünze 13, 99084 Erfurt.“
Mit dieser Neufassung wird der tatsächliche organisatorische Sitz der LTKjugend formal korrekt abgebildet. Die Anpassung dient der Rechtssicherheit gegenüber Fördermittelgebern und Kooperationspartnern und erleichtert die formale Abwicklung von Anträgen, Verträgen und behördlichen Vorgängen.
Die inhaltliche Arbeit der LTKjugend bleibt hiervon unberührt.
Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
TOP 8 (3): Umbenennung des „Brauchtumsausschusses“
Als dritter Antrag wurde die Umbenennung des bisherigen „Brauchtumsausschusses“ behandelt. Künftig soll dieser als „Kultur- und Traditionsausschuss“ geführt werden.
Die neue Bezeichnung spiegelt die tatsächliche Arbeit des Ausschusses präziser wider. Neben der Pflege des fastnachtlichen Brauchtums umfasst seine Tätigkeit insbesondere:
-
kulturelle Bildungsarbeit,
-
Archiv- und Museumsarbeit,
-
sowie die zeitgemäße Auseinandersetzung mit karnevalistischer Kultur.
Im Rahmen der fachlichen Begleitung zur Anerkennung des Karnevals als immaterielles Kulturerbe wurde empfohlen, den Begriff „Brauchtum“ differenziert zu betrachten. Der Begriff wird häufig als eher statisch verstanden, während Kultur und Tradition ausdrücklich als lebendig, entwicklungsfähig und wandelbar eingeordnet werden.
Die vorgeschlagene Umbenennung trägt diesem modernen Kulturverständnis Rechnung.
Es handelt sich dabei nicht um eine inhaltliche Neuausrichtung, sondern um eine begriffliche Präzisierung. Die Umbenennung zieht lediglich redaktionelle Anpassungen in folgenden Regelwerken nach sich:
-
Satzung des LTK (§ 10 Abs. 2),
-
Geschäftsordnung,
-
Finanzordnung,
-
Jugendordnung,
-
Kinderschutzkonzept.
Der Satzungszweck des LTK bleibt hiervon unberührt. Insbesondere ergeben sich keine Änderungen im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit nach der Abgabenordnung.
Ziel der Umbenennung ist es, die kulturelle Bedeutung und Weiterentwicklung des karnevalistischen Wirkens deutlicher sichtbar zu machen – nach innen wie nach außen.
Der Antrag wurde mit 69 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen.
TOP 9: Bestimmung von Ort und Zeit der nächsten Mitgliederversammlung
Das Präsidium hat sich in seiner Sitzung am 23.02.2026 mit den eingegangenen Bewerbungen befasst und den Zuschlag für die Ausrichtung der nächsten Mitgliederversammlung im Rahmen des Präsidententreffens 2027 vergeben.
Der Zuschlag wurde erteilt an den
Gleichamberger Karnevalsverein e.V.
Der Verein stammt aus dem Süden Thüringens, aus Gleichamberg bei Römhild – nur wenige Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt, im fränkischen Grabfeld. 2024/2025 feierte der GKV seine 30. Session und ist fest in der Region verwurzelt.
Der Verein ist Mitglied der „Gemeinschaft Grabfeld-Karneval“, einem Zusammenschluss von neun Karnevalsvereinen, die gemeinsam Brauchtum pflegen und regelmäßig Gemeinschaftssitzungen organisieren.
Die Mitgliederversammlung 2027 soll am
20. Februar 2027 in Gleichamberg
im Landgasthaus Gleichamberg stattfinden.
Der Austragungsort bietet Platz für bis zu 400 Personen. Ein umfassendes Shuttle- und Raumkonzept sowie ein regional geprägtes Rahmenprogramm sind vorgesehen. Das Abendprogramm soll gemeinsam mit den Vereinen der „Gemeinschaft Grabfeld-Karneval“ gestaltet werden – ein starkes Zeichen für Zusammenhalt im Süden unseres Freistaates.
Ein weiterer Bewerber hat bereits den Zuschlag für den Narrenkongress 2028 erhalten und wird nächstes Jahr bekanntgegeben.
Damit sind die großen Verbandsveranstaltungen bis einschließlich 2028 vergeben.
Für das Präsidententreffen ab 2029 suchen wir daher neue Ausrichter.
Interessierte Vereine können sich gern frühzeitig beim Präsidium melden. Wir freuen uns über Engagement, neue Regionen und frische Impulse.
TOP 10: Verschiedenes / Ehrungen
Damit fahren wir mit der Mitgliederversammlung fort und bevor es für viele von euch zu den Seminaren bzw. dem Rahmenprogramm geht, wollen gemeinsam die Ehrungen vornehmen und wir beginnen mit den
- Fahnenschleifen des BDK zum 50. Vereinsjubiläum
- Oberdorlaer Carneval-Verein e.V.
- Massfelder Carneval-Verein e.V.
- Greizer Faschingsgesellschaft e.V.
- Rumpelshäuser CarnevalClub Sünna eV
weiter geht es mit dem
- BDK-Verdienstorden in Silber und in Gold
Liebe Karnevalistinnen und Karnevalisten,
normalerweise werden die BDK-Verdienstorden nicht auf dem Narrenkongress übergeben. Doch in diesem Fall hat es terminlich nicht anders gepasst – und so dürfen wir heute hier, im Rahmen unseres großen Treffens, zwei verdiente Karnevalisten ehren. Vielleicht – wenn die Thüringer NarrenGala im nächsten Jahr tatsächlich Realität wird – kann diese dann künftig die Plattform für die Verleihung der BDK-Verdienstorden in Thüringen werden. Wir werden sehen – aber denkbar wäre es.
Nun aber zu denen, um die es heute geht: Ingo Eidner und Rolf Partschefeld. Zwei Namen, die in Lehesten untrennbar mit dem Karnevalsclub verbunden sind.
Ingo Eidner ist seit 20 Jahre aktives Mitglied im Verein und auch seit dieser Zeit im Elferrat. Dort war er auch 11 Jahre lang im Vorstabd tätig. Ebenfalls Fingierte Ingo Eidner 11 Jahre lang als Zeremonienmeister und 15 Jahre lang aktiver Tänzer im Männerballett. Für seine Leistungen überreichen wir ihm sehr gern den BDK-Verdienstorden in Silber. Wir gratulieren ihm zu dieser verdienten Auszeichnung.
Rolf Partschefeld kann auf eine 51 -jährige Mitgliedschaft im Verein und auch im Elferrat zurückblicken. Ein viertel Jahrhundert arbeitete er nicht nur aktiv im Vorstand mit, sondern lenkte davon auch 11 Jahre die Geschicke des Vereins als Präsident – eine Aufgabe, die er mit Leidenschaft, Tatkraft und einem unerschütterlichen Einsatz für den Karneval erfüllte. Zusätzlich war auch er ein aktiver Tänzer im Männerballett und das ebenfalls 25 Jahre.
Rolf hat über Jahrzehnte hinweg den Karneval gelebt, geprägt und gefördert. Sein unermüdlicher Einsatz ist vorbildlich, sein Wirken ein Geschenk für die Gemeinschaft. Deshalb ist es uns eine große Freude, ihm heute den BDK-Verdienstorden in Gold zu verleihen – eine Ehrung, die ihm zweifellos gebührt.
Herzlichen Glückwunsch, Rolf Patschefeld.
Urkunden verlesen (durch Christoph, Ordenübergabe durch Lisa und Jule???)
Damit kommen wir zu den
- Große LTK-Verdienstorden, wir beginnen mit dem Großen Verdienstorden in Silber
Liebe Karnevalsfreunde,
heute ehren wir zwei Persönlichkeiten, die seit über einem Vierteljahrhundert das Herz des Thüringer Karneval prägen.
Seit 26 Jahren trainiert Janet Körner vom Zeulenrodaer Carnevalsverein ununterbrochen Tanzgruppen im Kinder- und Jugendbereich.
Seit über 20 Jahren ist Theresa Albrecht vom Dorndorfer Karneval Club e.V. als Trainerin in verschiedenen Tanzgruppen des Vereins aktiv.
Euer unermüdliche Einsatz, eure Leidenschaft und euer nachhaltiger Einfluss verdient höchste Anerkennung. Dafür danken wir euch mit dem Großen LTK-Verdienstorden in Silber – eine Auszeichnung, die ihr euch redlich verdient habt!
Herzlichen Glückwunsch!
Nun kommen wir zur höchsten Auszeichnung, die der Landesverband Thüringer Karnevalvereine verleiht.
Heute dürfen wir sechs Persönlichkeiten würdigen, die über viele Jahre hinweg mit außergewöhnlichem Engagement die närrische Fahne hochgehalten und ihre Vereine sowie den Thüringer Karneval nachhaltig geprägt haben.
Der Große LTK-Verdienstorden in Gold steht für höchste Anerkennung und Respekt. Er ist Ausdruck unseres aufrichtigen Dankes für eure Leidenschaft, eure Beständigkeit und euren unermüdlichen Einsatz für das karnevalistische Brauchtum in Thüringen.
- Doris Arnold vom Rosataler Karnevalverein führte den Verein 31 Jahre lang als Schatzmeisterin stets verlässlich an.
- Peggy Becher vom Leimicher Karnevalsverein e.V. führt seit über 25 Jahren als Schatzmeisterin zuverlässig die finanziellen Geschicke des Vereins.
- Holger Häfner vom Heßleser Carneval Verein ist seit 30 Jahren ununterbrochen als Präsident an der Spitze des Vereines.
- Peter Rietzke hat für den 1. Saalf’d Rolschter Carnevals Club e.V. über 28 Jahre engagierte Vorstandsarbeit geleistet, davon 26 Jahre als 1. Vorsitzender und Präsident.
- Jörg Gerstner vom Faschingsclub „Blau-Gelb“ Hirschberg e.V. ist seit 33 Vorstandsmitglied und Vizepräsident.
- Dieter Höch vom Mihlaer Carneval Club e.V. ist seit 36 Jahren im Vorstand, viele Jahre davon als stellvertretender Vereinsvorsitzender.
Für ihr dreijähriges engagiertes Mitwirken in einem Fachausschuss des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine werden heute mit dem LTK-Miniorden in Bronze ausgezeichnet:
- Stephan Exner (Kultur- und Traditionsausschuss)
- Dr. Anna-Lisa Fischer (Redaktionsausschuss)
- Marion Frenzel (Steuer- und Rechtsausschuss)
- Kevin Fuhrmann (Netzwerk Musik)
- Matthias Gattner (Netzwerk Musik)
- Maik Göllert (Netzwerk Musik)
Die Auszeichnung würdigt ihre kontinuierliche, verlässliche und fachlich prägende Mitarbeit in den jeweiligen Ausschüssen sowie ihren Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Verbandes.
Diese Ehrungen zeigen einmal mehr: Unser Karneval lebt durch Menschen, die sich mit Herz und Hingabe einbringen – oft leise im Hintergrund, aber mit großer Wirkung für den Verein und dem Brauchtum.
Mit den heutigen Auszeichnungen wird deutlich, dass Karneval nicht nur von den Auftritten auf der Bühne lebt, sondern vor allem von jenen, die über viele Jahre – teils Jahrzehnte – ihre Zeit, Energie und Leidenschaft für unser gemeinsames Brauchtum investieren. Euer Einsatz ist unverzichtbar, und dafür sagen wir von Herzen Danke!
TOP 11: Schlusswort
Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurde ein besonderer Dank an den Ausrichter des 18. Präsidententreffens ausgesprochen.
Ein Präsidententreffen entsteht nicht durch Beschlüsse.
Es entsteht durch Menschen, die sagen: „Wir übernehmen das.“
Ursprünglich war dieser Tag anders geplant. Als sich kurzfristig Veränderungen ergaben, war es der Faschings-Regionalverein Apolda, der ohne Zögern Verantwortung übernahm.
Kurzfristig.
Verlässlich.
Mit grünem Herz.
Dem Faschings-Regionalverein Apolda und seinem Team wurde ausdrücklich für Organisation, Engagement und Gastfreundschaft gedankt. Mit ihrem Einsatz haben sie nicht nur eine Veranstaltung ermöglicht, sondern den Verband in besonderer Weise zusammengeführt.
Als sichtbares Zeichen des Dankes wurde dem Verein die Ausrichter-Fahnenschleife des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine überreicht. Sie steht für Verantwortung, Verlässlichkeit und gelebte Gemeinschaft.
Im weiteren Verlauf wurde deutlich gemacht, dass Karneval heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Er ist nicht nur Tradition oder Gewohnheit, sondern eine bewusste Entscheidung:
Eine Entscheidung, Zeit zu investieren.
Eine Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen.
Eine Entscheidung, Haltung zu zeigen.
In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spannungen bleiben die Vereine Orte der Begegnung – generationenübergreifend, vielfältig, verbindend.
Der Thüringer Karneval ist kein Randphänomen, sondern kultureller und gesellschaftlicher Faktor. Er steht für Jugendarbeit, Brauchtumspflege, Ehrenamt und Gemeinschaft. Rund 30.000 Aktive in Thüringen tragen diese Verantwortung gemeinsam.
Mit dem offiziellen Schluss der Mitgliederversammlung endete der formale Teil des Präsidententreffens. Zugleich wurde der Blick nach vorn gerichtet: Die eigentliche Arbeit beginnt in den Vereinen vor Ort – in Trainingsräumen, Werkstätten, Vereinsheimen und Sitzungssälen.
Mit einem Dank an alle Engagierten wurde die Mitgliederversammlung geschlossen.
Seminare & Workshops – Wissen teilen. Qualität stärken. Zukunft sichern.
Seminar „Musikschnitt mit Audacity“ – Einsteiger
mit Alina Pfannstiel (Ganztagsseminar)
Im praxisorientierten Ganztagsseminar vermittelte Alina Pfannstiel fundiertes Wissen rund um die professionelle Aufbereitung von Musik für Tanz- und Gesangsgruppen.
Im Mittelpunkt stand die Arbeit mit der kostenlosen Software Audacity – von den technischen Grundlagen bis zur konkreten Anwendung für die Vereinsarbeit.
Am Vormittag wurden zunächst die Basics behandelt:
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Auswahl geeigneter Musikstücke
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Grundlagen der Musiktheorie
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Taktverständnis und Struktur
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Erkennen und Bestimmen von BPM
Darauf aufbauend ging es am Nachmittag direkt in die praktische Umsetzung am Computer. Die Teilnehmenden lernten,
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Musik sauber zu schneiden,
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Übergänge professionell zu gestalten,
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Musik visuell auszuwerten,
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Effekte gezielt einzusetzen.
Das Ziel war klar: Musik nicht nur „irgendwie“ zu kürzen, sondern technisch sauber, rhythmisch korrekt und qualitativ hochwertig aufzubereiten.
Am Ende nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur theoretisches Wissen, sondern konkrete Schnittbeispiele für die eigene Vereinsarbeit mit – ein direkter Mehrwert für kommende Trainings, Programme und Auftritte.
Büttenredner-Workshop
mit Jens Singer (Ganztagsseminar)
Der ganztägige Büttenredner-Workshop mit Jens Singer widmete sich intensiv der Kunst des gesprochenen Wortes im Karneval.
Am Vormittag standen die Grundlagen einer gelungenen Büttenrede im Mittelpunkt. Vermittelt wurden:
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die Entwicklung einer ersten Idee,
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die Auswahl eines tragfähigen Themas,
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dramaturgischer Aufbau,
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sowie die Ausarbeitung eines strukturierten und wirkungsvollen Textes.
Dabei ging es nicht nur um Humor, sondern um Struktur, Haltung und Klarheit in der Aussage.
Am Nachmittag folgte der praktische Teil. Die Teilnehmenden arbeiteten konkret an ihren Texten, verfeinerten Pointen, optimierten sprachliche Formulierungen und beschäftigten sich mit Timing und Vortragstechnik.
Durch direkte Rückmeldungen, Praxisübungen und Feedbackrunden wurde aus dem geschriebenen Text Schritt für Schritt ein bühnenreifer Vortrag entwickelt.
Der Workshop verband somit theoretische Grundlagen mit unmittelbarer Anwendung – ein intensives Training für alle, die das gesprochene Wort im Karneval weiter professionalisieren möchten.
Workshop „Inklusion & Karneval“
mit Christoph Schaffarzyk & Dr. Heike Rosenberger (vormittags und nachmittags)
Der Workshop „Inklusion & Karneval“ widmete sich der Frage, wie Vereine Barrieren erkennen und abbauen können, um möglichst vielen Menschen die Teilhabe am Karneval zu ermöglichen.
Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Inklusion weit mehr umfasst als sichtbare körperliche Einschränkungen. Neben Rollstuhlnutzung oder Sehbeeinträchtigungen wurden auch weniger offensichtliche Hürden thematisiert.
Behandelt wurden unter anderem folgende Fragestellungen:
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Was heißt eigentlich behindert?
Überblick über verschiedene Krankheitsbilder und körperliche Einschränkungen. -
Was heißt eigentlich verrückt?
Überblick über Erscheinungsformen psychischer Erkrankungen und deren Bedeutung für Vereinsarbeit und Veranstaltungen. -
Was Menschen noch vom Karneval fernhält?
Soziale Barrieren wie Armut, Mobilitätshindernisse oder fehlende Zugänge. -
Wer soll das alles bezahlen?
Übersicht zu möglichen Fördergeldern und Finanzierungsmöglichkeiten für Inklusionsprojekte.
Neben der inhaltlichen Einordnung wurden gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet, wie Vereine Schritt für Schritt inklusiver werden können – strukturell, organisatorisch und im praktischen Veranstaltungsalltag.
Der Workshop verband damit Sensibilisierung, Fachinformation und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Vereinsarbeit.
Foto-Workshop
mit Dr. Anna-Lisa Fischer (Redaktionsausschuss) – vormittags
Der Foto-Workshop mit Dr. Anna-Lisa Fischer vermittelte die wichtigsten Grundlagen für gelungene Vereinsfotografie.
Im Mittelpunkt standen:
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Basiswissen zur Fotografie,
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der sichere Umgang mit Bild- und Urheberrechten,
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praktische Smartphone-Techniken,
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sowie anschauliche Beispiele aus der Vereinspraxis.
Ziel des Workshops war es, Verantwortlichen in den Vereinen das notwendige Handwerkszeug zu geben, um Veranstaltungen, Trainings und Aktionen qualitativ hochwertig zu dokumentieren – rechtssicher, technisch sauber und wirkungsvoll.
Das Seminar richtete sich insbesondere an alle, die im Verein regelmäßig fotografieren und ihre Bildqualität sichtbar verbessern möchten.
Seminar „Tanz, Fotos und Kinderschutz“
vom Tanz- und Turnierausschuss, der LTKjugend und dem Redaktionsausschuss (nachmittags)
Dieses Seminar widmete sich einem sensiblen, aber wichtigen Thema: dem Umgang mit Fotos im (Garde)Tanz und den konkreten Anforderungen des Kinderschutzes.
Ob Turnier, Auftritt oder Vereinsfeier – Bilder entstehen schnell, werden weitergeleitet oder veröffentlicht und können Kinder sowie Vereine unbeabsichtigt gefährden. Ziel des Seminars war es, aufzuzeigen, wie Erinnerungen geschaffen werden können, ohne Grenzen zu überschreiten.
Behandelt wurden unter anderem:
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praxisnahe Regeln für Foto- und Social-Media-Nutzung,
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der Umgang mit Gruppenbildern,
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sensible Situationen wie Umkleidebereiche,
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Veranstaltungsfotografie im Kinder- und Jugendbereich,
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sowie klare Abläufe für Teams (Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, Organisation, Fotografinnen und Fotografen).
Ziel war die Entwicklung eines verlässlichen Handlungsrahmens – schutzorientiert, alltagstauglich und für alle Beteiligten verständlich.
Das Seminar verdeutlichte, dass Kinderschutz nicht nur ein Konzept auf dem Papier ist, sondern im Vereinsalltag konkret umgesetzt werden muss.
Fördermittelseminar
vom Steuer- und Rechtsausschuss (nachmittags)
Aufgrund der hohen Nachfrage in der Mitgliederbefragung wurde ein kompaktes Fördermittelseminar angeboten.
Im Mittelpunkt standen die wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Antragstellung. Behandelt wurden insbesondere:
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relevante Förderprogramme für Vereine,
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die klare Strukturierung von Projekten,
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eine realistische und nachvollziehbare Budgetplanung,
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typische Fehlerquellen bei Anträgen,
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sowie praxisnahe Hinweise zu Fristen, Formularen und dem ordnungsgemäßen Nachweis der Mittelverwendung.
Das Seminar richtete sich insbesondere an Vereine, die ihre Förderchancen verbessern und finanzielle Spielräume gezielt erweitern möchten.
Austausch mit dem Ehrenamtsbeauftragten des Freistaats Thüringen
Im zweiten Teil stand der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei, Guntram Wothly, für Fragen und den direkten Austausch zur Verfügung.
In offener Gesprächsatmosphäre konnten konkrete Anliegen zu Fördermöglichkeiten, zum Thüringer Ehrenamtsgesetz sowie zu strukturellen Unterstützungsangeboten des Freistaats besprochen werden.
Der Dialog ermöglichte praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Engagementförderung und bot den Vereinen die Gelegenheit, individuelle Fragestellungen direkt zu klären.
Damit erhielt das Seminar nicht nur eine theoretische, sondern auch eine politische und förderrechtliche Einordnung aus erster Hand.
Workshop-Knaller „Special Effects“
mit FORCA
Der Special-Effects-Workshop mit FORCA bot einen umfassenden Einblick in moderne Bühnen- und Showgestaltung und zeigte praxisnah, wie Programme technisch aufgewertet werden können.
Im Mittelpunkt stand die Demonstration verschiedener Effektarten – von erlaubnisfreien Effekten, die direkt vor Ort live vorgestellt wurden, bis hin zu erlaubnispflichtigen Highlights, die professionell geplant und umgesetzt werden müssen.
Die Teilnehmenden erhielten einen konkreten Überblick darüber,
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welche Effekte im Vereinsrahmen realistisch einsetzbar sind,
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welche sicherheitsrechtlichen Rahmenbedingungen gelten,
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und wie technische Showelemente gezielt zur Programmgestaltung beitragen können.
FORCA (forca.eu) ist auf professionelle Special Effects spezialisiert und arbeitet unter anderem mit namhaften Künstlern der deutschen Musikszene wie SDP, CRO, Kontra K, KIZ, Ski Aggu und weiteren Produktionen zusammen.
Der Workshop verband Inspiration mit fachlicher Einordnung und machte deutlich, welches Potenzial moderne Effekte für die Weiterentwicklung karnevalistischer Programme bieten – unter Berücksichtigung von Sicherheit, Genehmigungen und professioneller Umsetzung.
Rahmenprogramm – Apolda erleben. Gemeinsam genießen.
Zwischen Mitgliederversammlung, Seminaren und Abendprogramm zeigte das Präsidententreffen noch eine weitere Facette: Zeit für Begegnung – und für die Stadt selbst.
Vor der Stadthalle wartete der Shuttle. Keine Hektik, kein Organisationsstress – einfach einsteigen und eintauchen.
Mit Narrenkappe durch die Glockenstadt führte die Stadtführung durch Geschichte, Anekdoten und Apoldaer Eigenheiten. Wer wollte, konnte stattdessen in der Vereinsbrauerei Apolda erleben, dass hier nicht nur Bier fließt – hier fließt Tradition. Zwischen Sudkessel und Geschichten wurde deutlich, wie sehr Handwerk und Gemeinschaft zusammengehören.
Im GlockenStadtMuseum bot die Sonderausstellung „Apolle Hinein!“ einen Einblick in die Faschingstradition der Region – lokal verwurzelt und doch überregional verbunden.
Und wer den Blick weiten wollte, fand im Kunsthaus Apolda mit der Ausstellung „(Un)verhüllt – Der Akt in der DDR“ einen spannenden Perspektivwechsel auf Kunst, Körper und gesellschaftliche Courage.
Gerade hier zeigte sich: Dieses Rahmenprogramm war bewusst so gestaltet, dass nicht nur Karnevalistinnen und Karnevalisten auf ihre Kosten kommen. Auch Partnerinnen, Partner und Begleitpersonen ohne direkten Vereinsbezug konnten den Tag genießen – kulturell, kulinarisch, historisch.
So wurde das Präsidententreffen nicht nur zur Verbandsveranstaltung, sondern zu einem gemeinsamen Erlebnis.
Mit der neuen Regelung zur inkludierten Tagungsgebühr pro Verein bleibt das Treffen organisatorisch klar und transparent. Gleichzeitig zeigt das Programm: Es lohnt sich, mit mehreren Vereinsmitgliedern anzureisen – ganz gleich, ob aktiv im Elferrat, im Trainerteam oder einfach als engagiertes Mitglied. Und ebenso lohnt es sich für Begleitpersonen, Teil dieses Wochenendes zu sein.
Als bei der Vergabe des Präsidententreffens 2027 nach Gleichamberg im Süden Thüringens die Idee aufkam, das Wochenende künftig bewusst als gemeinsamen Saisonabschluss zu gestalten – vielleicht sogar mit einem verlängerten Aufenthalt in der Region rund um Römhild – wurde spürbar, welches Potenzial in diesem Format steckt.
Ein Präsidententreffen kann mehr sein als eine Versammlung.
Es kann ein gemeinsamer Abschluss einer intensiven Session sein.
Ein Wochenende, das Verband, Vereine und Familien verbindet.