Offener Austausch über die Zukunft des Karnevals

Tambach-Dietharz. Hoher Besuch im Ferienlager der LTKjugend: Der Präsident des Bund Deutscher Karneval (BDK), Klaus-Ludwig Fess, besuchte gemeinsam mit Yassin Yelken das diesjährige Ferienlager des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine e. V. (LTK). Begleitet wurden die Gäste von LTK-Präsident Christoph Matthes, Vizepräsident Frank Herrmann sowie Landesjugendleiter Tobias H. Sauerbier.

Bereits beim Rundgang über das Gelände wurde deutlich, mit wie viel Herzblut und Engagement das Ferienlager organisiert wird. Die Kinder erwartete ein abwechslungsreiches Programm mit Spiel, Sport, Kreativität, Gemeinschaft und jeder Menge Spaß. Die Verantwortlichen der LTKjugend gaben Einblicke in die Organisation, die pädagogischen Ziele sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung des Ferienlagers.

Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kamen die Kinder selbst zu Wort. Mit viel Begeisterung berichteten sie, was ihnen am Ferienlager bislang am besten gefallen hat – von der Nachtwanderung über kreative Bastelangebote bis hin zu neuen Freundschaften und dem besonderen Gemeinschaftsgefühl.

Klaus-Ludwig Fess zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre im Ferienlager und würdigte insbesondere das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Die Kinder- und Jugendarbeit des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft des karnevalistischen Brauchtums.

Im Anschluss an den Besuch des Ferienlagers schloss sich ein mehrstündiges Arbeitsgespräch zwischen den Vertretern des Bund Deutscher Karneval und des Landesverbandes Thüringer Karnevalvereine an. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen der Verbandsarbeit.

Diskutiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit, Qualifizierungsangebote, Digitalisierung, Fördermöglichkeiten, Hauptamtlichkeit in Verbänden sowie der Kinderschutz. Gerade beim Thema Kinderschutz konnten beide Seiten ihre Erfahrungen austauschen und konkrete Ansätze für eine noch engere Zusammenarbeit entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie erfolgreiche Projekte und bewährte Strukturen künftig noch stärker zwischen Bundes-, Regional- und Landesverbänden ausgetauscht werden können.

Dabei wurde deutlich, dass viele Herausforderungen bundesweit ähnlich sind und nur gemeinsam gelöst werden können. Klaus-Ludwig Fess brachte dies gleich zu Beginn des Gespräches auf den Punkt:

„Wir machen am Ende des Tages doch das Gleiche. Du für deinen Verband, ich für meinen Verband. Und wir können nur voneinander profitieren.“

Diese Haltung prägte den gesamten Austausch. Unterschiedliche Sichtweisen wurden offen angesprochen, Erfahrungen miteinander geteilt und gemeinsam nach Lösungsansätzen gesucht. Beide Seiten waren sich einig, dass der persönliche Dialog durch nichts zu ersetzen ist und auch künftig fortgesetzt werden soll.

LTK-Präsident Christoph Matthes zog ein positives Fazit:

„Der persönliche Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Wir haben viele Themen offen und ehrlich angesprochen, voneinander gelernt und festgestellt, dass wir bei vielen Zukunftsfragen dieselbe Richtung einschlagen. Genau so stelle ich mir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesverband vor – immer mit dem gemeinsamen Ziel, unsere Vereine bestmöglich zu unterstützen.“

Auch Landesjugendleiter Tobias H. Sauerbier freute sich über den Besuch:

„Für unsere Ehrenamtlichen und vor allem für die Kinder war dieser Besuch eine besondere Wertschätzung. Es ist schön zu sehen, dass sich auch die Bundesebene Zeit nimmt, unsere Arbeit vor Ort kennenzulernen.“

Der Besuch machte deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen den verschiedenen Ebenen des organisierten Karnevals ist. Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen lebt eine starke Verbandsarbeit vom gegenseitigen Vertrauen, vom offenen Dialog und vom Willen, voneinander zu lernen. Das Treffen in Tambach-Dietharz setzte hierfür ein deutliches Zeichen und unterstrich den gemeinsamen Anspruch, die Zukunft von Karneval, Fastnacht und Fasching aktiv und partnerschaftlich zu gestalten.